auße rhalb dieser Wand wurde erstellt, und das wirklich schon fast
lebensgefä h rliche Werk vollbracht. Da kam, als die Arbeit im besten
Gange war, der 11. März 1938. Bald darauf wurde unser Geld vom
Stillhaltekommissär beschlagnahmt, ein Teil für Al t-Ho henems verwendet,
der Rest erst spät zurückgegeben, aber in der Zeitung stand
zu lesen, daß für die Burgen jetzt endlich etwas gesche he! Der
Burgenauschuß blieb fest, wir bauten weiter, zuletzt mußte ich noch
auf eigene Faust die nötigs ten Sicherungen der Mauerkrone vornehmen
lassen mit dem Gedanken, im Notfälle meine Sammlungen zu
opfe rn, um die Burg, die mir Monsignore Dr. Häusle sche nken wollte
und die ich dann dem Heimatpflege- und Museumsverein in Feldkirch
einh ändi gte, vor dem Zer fall zu bewahren. Erst anderthal b
Jahre später konnte der geduldigen Firma Hilti die Restschuld bezahlt
werden. Bürgermeister Hefei rett ete durch sein Eingreifen die
Burg und meine Sammlung. Wie jammerschade wäre es gewe sen,
wenn diese Arbeit dama ls nicht geleistet wor den wäre! Jeder, der
den Zust and kannte, mußte zugeben, daß die ober en Teile der alten
Eingangsmauer (auf der Tisner Seite) den nächste n Winter und Frühling
sicher nicht mehr überdauert hätten . Und in den drei gefährdeten
Ecken wäre es spätestens in ein bis zwei Jahren zum Einsturz
gekommen. Die unter en Mauerteile standen 20 Meter hoch unverwüstlich
da. Kein ande res Bauwerk Vorarlbergs, weitu m kein
anderes, wäre so wider s tandsfähig gewesen. Jetzt fehlt noch eine
Bedachun g, die, wenn die Bauverhältnisse günst iger werden und die
nötigen Wohnungen erstellt sind, kom men muß, soll der Tostner
Turm nicht neuen Schaden leiden. Die Mauerkrone gegen Liechtenstein
wurde dama ls, weil sie immerhin noch im besten Zustand war,
nicht geschützt; die Schäd en zeigen sich jetzt; eine dort noch erhaltene
niedrige Öff nung ist bereits eingestürzt, und die Lücke frißt
immer tiefer in die Mauer hera b. Nur ein schüt z endes Dach kann
dieses Bauwerk für immer retten. 167