accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Feldkirch. Die österreichische Stadt am Alpenrhein

zum Bodensee, ostwärts wahrscheinlich bis zum Ziller - und Pustertal,
von dort südwärts ins Friaul und das Gebiet von Triest erstreckte.
Im Wes ten hat man sich die Grenzlinien etwa von Steckborn direkt
nach dem Süden und dann den Westgrenzen der Kantone St. Gallen,
Sc hwyz und Unterwalden folgend, zu den ken. Während der lang en
Zeit der Röme rherr sch aft wu rden nun die Bewo hner Rätiens grü ndlich
 romanisiert. Sie lernten die römi sche Volkssprache (rus tica
lingua romana) . Als dann aber die alemannis c hen Ansiedl er längs
der Flußläufe immer tief er in das Land eindrangen, entstand eine
gemis chts pra chige Bevölkerung.

Seit dem Karl der Große den deutschen Graf en Hunfrid über
Churrätien set zte und durch die Erhebung der-Nachkommen dieses
ersten rätischen Grafe n zu Herzö gen von Schwaben die rätische
Grafschaft mit dem Herzogtum Schw aben in sehr enge Verbi ndung
gebr acht hatte, wur den die wichti gsten geistlichen und weltlichen
Ämter mit Deutschen besetzt, und seit der Teilung von Ver dun (843)
gehörte Churrätien organisch zum Deutschen Reich. Die Germanisierung
 wurde mächtig gefördert durch die deutschen Oberwal lis er.
Gegen Ende des 13. Jahrhunderts von den Grafen von Montfort-Werdenberg
 geruf en, kamen sie nach Davos in Graubünden, S argans
im St. Gallis c hen, nach Liechtenstein, in das Große und Kleine
Walsertal, nach dem Tannberg, 1300 ins Laternsertal, später in das
Montafon, Sil ber- und Brand nert al, nach Dünserberg, Schnifnerberg,
Ebnit und Galtür. überall schufen sie durch Reuten und Roden
Weideland und Wiesen, trieben Viehzucht und Milchwirtschaft so
recht nach deutscher Art, frei, friedli ch und arbeitsam. Besonders in
Vo rarlberg , dem Ha u ptgebiet der Montfortischen Herrschaft , wurden
 die Romanen als die Bewo hner des südlichen Oberlandes langsam
 aufgesogen und verdeuts c ht oder immer mehr nach Süden abgedrängt.
 Die Grenze zwischen Deutsch und Romanisch liegt heute
dicht h inter Chur. Infolge dieser siedlungsgeschichtlichen Entwicklung
 sind die Orts- und Flu rnamen des Vorarlbergischen Ober landes
fast durc hgehe nd romanisch. Ja Ken ner wollen beobachtet hab en, 171
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.