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Full text : Feldkirch. Die österreichische Stadt am Alpenrhein

Wollspinnerei Ausschau halten. Die Wahl fiel auf Altenstadt-Gisingen,
wo nach dem Bau eines Werkkanales ein moderne r Musterbetrieb
errichtet wurde. Die Maschinen wurde n zunächst in direkter Kraftübertragung
 durch eine Turbinenanlage angetrieben. Spät er wurde
diese durch ein Kraftwerk ersetzt, das mit. der Landeselektrizitätsleit
 ung — dem Verbundnetz, wie wir heute sagen — zum geg enseitigen
 Stromaustausch gekupp elt wu rde. Anlaß dazu war das verhängnisvolle
 Hochwasser vom Jahre 1910, als die sonst sanft dahinfließende
 111 sich in einen tosenden Wil dbach verwandelte, über ihre
Ufer trat und manch es Menschenwer k zerstörte. Damal s wur den die
Gisinger Fabri k und der Werkkanal schwe r beschädigt. Heute wird
ihm das Was ser durch einen unterirdischen Kana l, der unter dem
Kapf verläuft, zugeführt. Jenes Hochwasser gab auch Anlaß zur 111-regulierung
 und zur Verbreiterung der unteren Illschlucht. Erst damal s
wurde n die heutige direkte Verbindung zwischen der Stadt und
Gisingen geschaffen, durch die Vereinigungsbrücke Tosters und
Nofels in den unmittelbaren Verkehrsbereich von Feldkirch einbezogen
 und die Gefahr künftiger Üb erschw emmung en von der
Innenstadt abgewendet.

Wenn auch Dornbirn unbestritten der führe nde Indu st rieort Vorarlbergs
 und besonders sein er Textilindustrie ist, so stelle n doch die
beiden Großbetriebe des Feldkircher Industriegebietes (mit Frastanz)
 einen bea chtlichen Teil der Leis tun gsfähi gkeit des La ndes in
der Baumwollspinnerei und -we berei dar. Hier werden betrieben
74. 000 Baumwollspindeln, 1000 Grobspindeln und 450 Webstühle,
auß erdem Kämmereien, Spulereien, Zwirnereien, Haspeleien und
Garnveredl ungs anlagen.

Die Texti lbetriebe Feldkirchs sind ihrer Bedeutung und Beschäfti
 gtenzahl nach so überragend (1350 Beschäft igt e im Jänner 19 49),
daß oft auf andere wichtige industrielle und gewerbliche Betr iebe
vergessen wird, von denen jedoch einige weit mehr als örtliche Bedeutung
 hab en. Hier ist zu nennen die angesehene Baufirma Serap hin
Pümpel & Söhne. Sie wurde um 1840 vom Zimmermeister Jo hann 200
            
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