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Full text : Feldkirch. Die österreichische Stadt am Alpenrhein

Zweihundert Jahre blieb die Burg im Bes itz der Montforter. Im
Jahre 1270 bela gerte der mit der Wer denbe rger Linie der Montforter
Dynastie und dem St. Gall er Abt im Bündnis gelegene Graf Rudolf
von Habsburg ver gebens Stadt und Festung Feldkirch. Auch in späterer
 Fehde gegen den schon König gewordenen Rud olf von Habsburg
 blieben die Montforter erfolg reich. Rudolf von Habsburg plante
die Wieder aufrichtung des alten Herzogtums Sc hwaben; dadur ch
wären die schwäbischen Dynastien aus ihrer reichsunmittelbaren
Stellung wieder zu Di enern hera bgesunken, darum ihr Kampf gegen
den König. Mit dem Tode des letzten Montforters, des kinderlosen
Gr afen Rudolf IV., gingen Schlo ß und Herrschaft im Jahre 1390 an
die Habsburger über, an die er sie noch bei Lebzeiten verkauft hat te.
Die Habsburger regierten den Bes itz durch Vögte, die auf der Burg
residierten. Als im ersten Jahrzehnt des 15. Jahrhunderts der Appen ­
zeller Krieg tobte, schlossen sich die Fe l dkircher den Appenzellern
an und belagerten mit ihnen über achtzehn Wochen die Schattenburg,
 die Rit ter Heinrich von Rams ch wag mit 38 Mann aufs tapferste
verteidi gte. Erst nach Beschießung mit schwersten Stei nen durch zwei
Wurfmaschinen wurde die Feste 1406 zu Fall gebracht und nieder ­
gebrannt. Sie wurde bald wiede r aufgebaut, um Jahrhu nderte hindurch
 als Sitz der österreichischen Vögte zu dienen. Nur von 1416
bis 1436 gab es eine Zwischenherrschaft durch den Toggenburger
Gr afen. Herzog Friedrich von Österreich (Friedl mit der leer en
Tasche) wurde die Beihilfe zur Flu cht des Gegenpapstes Johannes
 XXIII . aus Konstanz ver hängni svoll; neben Reichsacht und
Kirchenbann verlor er seine Besitzunge n, darunter Feldkirch.

Der Kaiser belehnte Graf Friedrich Toggenburg mit der Herrschaft
 Feldkirch, doch die Bürgerschaft hielt zu ihrem Herzog, und
so konnte sich der Togge nburger erst nach vier zehntägige r Bela gerung
 in den Bes itz der Burg setzen. Unter dem Toggenburger wurde
der Burgte il mit der Hubertusstube zugebaut. Zum letzten Male tritt
das Schlo ß Sc hat tenburg zur Zeit des Sc hw edenkrieg es 1647 herv or.
Dam als besetzten die Schw eden and erthalb Monate lang Stadt und
Burg Feldkirch. Der Amtsschimmel, mit dem der dama lige Vogt die 20
            
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