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Full text : Feldkirch. Die österreichische Stadt am Alpenrhein

meist eine wörtliche oder geri ngfügi g abgeänderte Entnahme aus
der Hohenemser Chronik des Georg Schieb .

Anschl ießend an die Feldkir che r Chroniken ist es angebracht,
auf ander e Chroniken und Länderbeschrei bungen hinzuweisen, in
denen Feldkirch ausf ührli ch behandelt ist. Es zeigt sich immer wieder,
 daß alle Chronisten stark vo neinander abhä ngig sind.

1616 erschien, um noch im Lande zu bleiben, in Hohenem s bei
Bartlomä Schnell die unter der Bezeichn un g „Ems er Chronik" in die
Literatur eingegange n e „Historische Relation oder Eygentliche Beschreibung
 der Landtschafft vnde rhalb St. Lucis Stayg vnd den Schallberg
 beyderseits Rhe ins biß an den Bodensee, so vnder die Rhet iam
gezehlt, vnnd die vnder Rhetia mag genent werden etc.", verf aßt
von Georg Schieb von Rotwe il. Bei der Beschreibung von Feldkirch
erkennt man deutlic h die Schwei zer Chronik des J ohann Stumpf als
Vorlage .

Durchwegs Schw eizer Chroniken sind es, die im 16. Jahrhundert
uns Beschreibungen von Feldkirch geben und auch chronikalische
Beiträg e liefern. Jo hann Stumpf (1500 bis 1577/78) hat in seiner
„Ge meiner löbl icher Eydgnoschaft Stetten, Lan den vnd Völckeren
Chronick wirdi ger thaaten bescbreybung...", gedruckt in Zü rich
1548, der Herrschaft und der Stadt Feldkirch ziemlichen Platz gewidm
 et. Bei Stumpf ist deutli ch wieder Tschudi und Vadian zu
erkennen. „Die urallt warhafftig Alpi sch Rhetia" von Ägidius Tschudi
(1505 bis 1542) ist eine topog r aphis ch-hist orische Beschreibung des
alten Rätiens, die von allen folgenden Chronisten ausgiebig benützt
wurde (1538 von Sebastian Münster in Basel heraus ge g eben).

Die deutschen historischen Schriften Vadians (Jo achim von
Watts, 1484 bis 1551) wur den im Auftrag des Hist orischen Vereins
des Kanton s St. Galle n in den Jahren 1875 bis 79 von Ernst Götzinger
herausgegeben.

In der „Cosmographey, das ist Beschreibung aller Länder, Herrschafften
 vnd fürnemesten Stet ten des gantzen Erdbodens, etc." von
Sebas tian Münster, gedruckt zu Basel 1550, war der Lindauer Dr.
Achilles Gasse r, der von 1528 bis 46 Stadtar zt in Feldkirch war, Mitarbeit
 er beim Abschnit t über die Herrschaft und Stadt Feldkirch. 61
            
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