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Full text : Heimatkunde der Ortschaft Gisingen

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alle Schuldek ei t und gehorsam erzei gt und wissen würth wann man
die Gnad Gott es nicht erkennet misbrauchet und veracht den nebet
mensch oder untherdannen unther Trucket nicht nur allein unthertrucket,
 sonder die untherdannen den Feind in die Händ und Bolkt ich
in ihren gewalt hingelieferet und nur wegen dem gelt so Biel Causent
in das Elend gestürtzt, we lich ihr leben fang dies es Clend büßen
müss en. Alljo bleibt die straff gottes denenjenigen nicht aus welche die
gnad gottes misbra uchet, welche als Oberigkeit ihrne unt erdon nen
solten vor allen Feind und andere unglück und gefaht sollten besc
 hützen und in Frid und ruh stand erhalten, herentgegen Krieg und
Aufruhr wie auch deure Zeiten wie da mah len hier gewvessen,
auf Tauther Ahrsac h, Bem Feind die ganze Korn magazin welch für
Vorad elb erg auf etlich Sahr vers echen gewvessen den untherdannen
abgeschnit ten und Bem Feind auch in Bie Händ hin geri cht hab en.
Dann das Kern en gelt 7 f Roggen, 5 f. 1 Bt. Türg en 5 f 30 fr.
Diese Teuerung hat gewehret bis die Franzo sen seind kom men, weil
sie vorhe r Ben Korn Paß ges pehret. Da sie aber hier waren gilt 80s
Rorn 2t. Kernen 3 f 30 Rog gen das Bt 2 f 24 Türgen das Bt

2 f 30 fr.

So bald nun Bie Franzosen in Bregens seind eingezogen, so
seind Bie Kaiserlichen Trupp en in Ber Nacht von Laurenzt 1 Eag
darnach in aller still abgezogen und seind geretterirt bis Beldkirc h
etlich bis Fvastana nenzig und etl ich gar bis Bludenz hinein, zu
Alten statt an Bem Feld an Ber Landstraf haben sie ein Lager geschlagen
 auf denen Alecker en wo man vorher das Rorn hat geschnitten
 und haben auch das gras oder gromad (Grumm et) abgemeyth
 und futthvaschiert (Fouragieren, Futter schn eiden) , in disem
Sager wahren un gefähr bei 2000 Mann Invanteri und gawvalter
bensamen. Die le tzte Vor Poste n seind im Osfang oder Rankweiler
Rieth aufgestellt. In dieser Zeit haben die Franzosen in Bregens und
in aldortiger Gegendt herum in Lutherach und Haröt, Höst Fuesach
must lau Buren Dorenbieren Cmps To gehauset, das es ein Glend
wahr anzu sechen. Dann die Franzosen seind mit denen Bauern
umgegangen das mann nicht genug erzel len kann. Dann so bald sie
in ein Dorf seind ko mmen so foderen sie gleich das gelt bom Baue ren
und Treuen ihm mit Tobt Schiessen Hauen und stech en, so bald der
Bauer gesechen, so wurde er in grofe Angst und schtäcken gesetzt,
das er vor schräcken nicht weist, was er folte Anfangen. Gr gibt
ihnen gl eich sein gelt, hernac h haben sie ihn gleich ausgeblünöert
und in Ben Häus er alles ausgfiesidivet und auch genommen maß
ihnen gefallen. Her nach must er ihnen erst gesottnes und geb ratnes
Fleisch und Wein bis genug geben, dann muß er ihnen holl en Wein
Brantw ein. sie nahmen ihnen auch das Hausgereth Bettgmand anlegent
 Kleider auch Bie habschaft pfert schwein Schaff und mehr
dergle ich en als gflügel war Hennen Hür nar gäns Enthe n Taube n,
seind noch nicht zufrieden mit Bifem Rauben, sie nahm en denen
            
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