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Full text : Heimatkunde der Ortschaft Gisingen

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mal auch wass erleer ist. di eser Teich oder Tümpel führt den Ntam en
„Sautränke" und es hat mit demselben folgende Bewandtnis:

Sn uralter Zeit war das Klima in unser er Gege nd viel mil der
als jetzt und die Höhe des Ardetzenberges war ganz mit edlen Kta-Itonienbä
 umen bewachsen. Da gab es süsze Kastanien in solcher
Dttenge, daß die Leute nur eine geringe Stenge davon zu sammeln
vermochten. Die Bauern bon Gisingen und All tenstaôt trieben daher
ihre Sehiveinc zur Fütterung auf die Höhen des AIrdetzen. Hat ten die
Schwein e an den süszen Früchten des Waldes sich satt gefressen,
so wurden sie zum besagten Tei che getrieben, um den Durst zu
löschen. So kamen damals die Umwohner des Ardetzenberges ohne
Zfustag en und mit wenig Mühe in kurzer Zeit zu fet ten Schweinen.

Der verwunschene Auplatz.

Sm Westen und Nordwesten bon Gifing en bre itet sich längs
Der Bll ein große r Wald aus, Gising er Alu genannt. Die Qu ist den
Somm er hind urch auch Weide platz für Kühe, Rinder, Schafe, Ziegen
und frühe r auch Pferde. Damit nun die weidenden Tiere auf den
angrenzenden Wiesen und Feldern keinen Schaden anrichten könn en,
io ist die Auwvalbdung gegen Gisingen hin einge zäunt. An einigen
Stellen des Baunes sind Oeffnungen gela ssen, durch die man in
den 2alb gelangen kann. Diese Ein gangspf ort en werden durch
jesbstsch l iesze nde Stangengatter geschlossen und haben ver schi edene
Nam en, fio 3. B. der obere Riegel, der mittlere Rieg el, der Viehgatter,
 Bret tergatte r u. a. m.

In der Waldgegend beim „Mittleren Riegel" ist es nun nicht
gan3 geheuer, wie die Sage vermeldet. Es ist nämlich nicht ratsam
abemös nach dem RIveläuten sich noch dort aufzuhalten, denn die
Gegend ist verwunschen, und wer dort von der Dunkelheit übernascht
 wird, kommt in sel biger Nacht nicht mehr nach Hause.
. Einmal waren dort zwei Bur schen mit Holzfällen beschäftigt
und dabei jio fleißzig gewesen, daß sie des nahenden Albends nicht
geachtet hatten. Auf einmal hörte n sie von Alltenstaôt her „Ive
oraria läuten . Schnell wa rfen sie Art und Säge weg, ergrif fen ihre
abgelegten Pöcke und su chten so schnell als möglich aus dem Walde
zu fommen; aber 08 gelang ihnen nicht mehr, so viel sie sich auch
orüib e gaben. S tunde nlang wanderten sie und vermeinten bald da,
bald dort den Walda usga ng gefunden zu haben. Wenn sie aber
genauer zusahen, sio bemerkten sie, das sie immer wi eder auf dem
alten wiaße waren. Da beschlossen sie, im Walde den Morgen abzu­Wor
 ten. Sie gingen noch ein Stückchen weit er und kletterten auf
eine Ei che, denn am Boden ers chien es ihnen gar zu unhe i mlich.
Gs dauert e nicht Tange, so fing schon der Morgen zu grau en on und
alsbald läu tete es auch vom Altenstädt e r Kircht um Albe. Die Bursehen
 beteten den En glischen Gruß, dann stie gen sie vom Bau me.
            
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