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Full text : Heimatkunde der Ortschaft Gisingen

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schaften sagen, in diesem oder Jenem Jahre entstan den die ersten
Säu jer und waren von so und so viel Leuten be wohnt. Von Gisingen
tonn jedo ch geja gt werden, daß ein Teil des Dorfes schon 1000 Sahre
existiert. C8 ist anzunehmen, daß da mals ein grosse r Teil der 3ebölk
 erting hörig oder leibeigen gewesen sein wird.

Leib er läßt sich es nicht beurteilen, welcher Teil des Ortes
(S apf, Obe rdorf, Unterdorf ober der sogenannte Wink el) zuerst besiedelt
 wurde. Anzunehm en ist jedo ch, daß das Ob erdorf zuerst und
auch in einem stärkeren Maßstabe besiedelt war und zwar in 3e-3ug
 folgender Ann ahme: 1. Bedingt durch die Nähe zu den anderen
Siedlungen (Feldkirch und Altenstadt); Stofels bestaub ja cumul
noch nicht. 2, Durch die überlieferte ura lte Sage, daß bas Shaus
Olr. 7 im Oberdorf einst als Sennhütte der Graf en von Montfor t
biente. 3. Daß die Flur, die sogenannte Retschelen, bis in die Sitte
des 18. Jahrh un derts bewaldet war und dieser Wald bis hart
an die Grenze Des he utigen Unterdorf es (Derscht) ging. 4. Daß um
öa8 Jahr 1629 das Kirchl ein zum hl. Sebastian und frühe r 008
noch heute stehende Bijsstö cke l zum hl. Seb astian im Oberdorfe erbaut
 wurden . Wie Dr. Franz Häf ele in sei nem Werke „Aufsätze
und wilder aus der Gesch ichte Vorarlbergs und se iner Umgebung
39. 1922 sc hreibt, führte ein Weg über Sifsinte an einem Ge-Dofte
 (ab corturum in via Gising aska) vorbei (825) nach Pontilles
(Sangs), bon wo, wie der Name erwarten läßz t, ein Steg über den
2bein den Verkehr mit dess en linkem Ufer vermittelte. Auch 80s
wrouenkloster Sc hänis, das 809 von Hunfried, dem Paladinen Karls
des. Großen, in der Nähe des Walense es gestiftet wurde, foar in
Gilingen begütert. (Urkunden vom Sahre 1045 und 1177.)

Wie schon erwähn t und allgemein angenommen wird, hieß der
Gründer oder das Oberhaupt der Siedlung der Ortschaft Gifing en
Gijo oder Rijo. Wie viel Einwohner die Or tschaft Gifing en in
früh eren Jahrhunderten zählte, ist wegen Unzugängliche it der maßgeb
 enden Quelle und in Bezug , daß die Ortschaft erst seit etivas
mehr als 30 Jah ren eine selbständige Pfarrei besi tzt, nicht mit 3e-Ttimmtheit
 festzustellen. Sicher ist jedoch anzunehmen, daß Gifingen
seit dielen Bahrhunderten ein ganz stattliches Bauerndörflein gew esen
fein mag, wenn man die Jahreszahl 1811 mit zirka 100 Häusern
zum otaßst abe nim mt. Anno 1885 zählte man in Gifingen 830 Einwob
 ner und 185 Häus er. Eine sprunghafte Entwicklung uns erer Ort-Tthaft,
 be dingt durch den Hämmerle’sc hen Fabriksbau, fetzte erst in
den 90er Bahren des vorigen Jahrhunderts ein, wie in den Zabe llen
der versch ied enen Volkszählungen ersi chtlich gemacht ist. Die Aluren

und GTDE, sowie die Obera u (H ämmerle-K olon ie) waren bis
80 diesem Zeitpunkte gar nicht oder nur sehr schw ach besie delt.
Cine reichli ch große Anzahl von Häu sern, die noch aus einer frühe ren
Beitepoche herstammen, sind entweder abgebrannt oder abgebrochen
top uben. Sehr viele Häuj er, ja man kann ruhig behaup ten, fast gar
            
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