62 Kirchenumbau.
Indem der Bevölkerungszuwachs von Jahr zu Sahr größer
wurde, sahen sic die Sisinger gezwungen, (troß getrenntem biermaligem
Gottesdienste an Sonn- und Feiertagen) an einen Neubeziv.
Umbau der Kirc he heran zu trete n. Leber die Neu- bezw.
Ambaufrage wurde viel debattiert, bis es schließlich doch zu einem
Umbau kam.
Im Jahre 1922 wurde mit dem Umbau begonnen, oit der
Bauausführung wurde die Firma Gebr. Hilti, Baumeister in Felök
irch, betraut. Planfertiger und Bauleiter war Architekt ®. Braun
von Bregenz. Die Bauaufsicht wurde wiede r, wie beim Bau 8e8
neuen Schul hauses, dem Kaufmann Josef Allgäuer übe rtrag en.
Im Baukomit ee war en: Stef an Allgäuer, Alfo ns Walser, Joh ann
Engelbert MWeier, Roc hus Tiefenthaler, Johan n Allgäuer, Meinrad
Bertschler wnd Franz Kühne.
Während des Umbaues wurde der Got tesdiens t im Turnsaal
des neuen Schulha uses abgehalten. Troß der Mei nungsverschi e den
heiten in der Baufrage wurde einmüti g am begon nenen Werke gear
beitet und zwar um Gottes lo hn. Sämtliche Zufuhren von Baumaterialien,
die Ma urer, Simmermanns- und Hi lfsarbeiten wur den
zum grösstenteils im Frohnd iens te gele istet. Herv orzuheb en verdienen
die Frohndienstleistungen der zwei Bürger bon Altens t adt, des
Richard Mwarte und Franz Web er. Ganz besonders aber Dank berdient
die Altunifizenz des freien Schweizerbürgers Taber Cang bon
Balwiel-Luzern, der uns Gisinger n den Kirchenbau durch seine grosze
Franke nspende jo rasch und erfolgreich ermöglichte. Daß die ganze
B evölke rung überhaupt grosse Opfer in fina nziel ler und manueller
Hinsicht gebracht hat, ist bei der bekannten Opferwilligkeit der (Sifing
er eine Selbstverständlichkeit, da der Umbau sich trotz der Frohn-Dienste
auf 263 Millionen Kron en be lief. Leider ist es dem Berl
fas ser micht gelungen, die geleisteten Frohntage in Erfa hrung zu
bring en, was die Opferwilligkeit bess er illustriert hät te.
Am 24. Sept. 1923 wurde die Kirche vom Bischo f in Feldkirch,
Dr. Sigmund Waitz, feierlich eing eweiht.
Im herbste 1926 stürzte leider oder bess er gesagt, zum Glück e
die Empore infolge Fäulnis der Bal ken teilweise nieder . Sum Glück e
deshalb, weil mon nach Fertigstellung der Umbauar beit en zur
Aleberzeugung kam, daß die Empo re um zirka 30 cm zu hoch eingebaut
wurde und es deshalb dem Kanzelre dner nicht möglich war,
die Empore zu übersehen. Nach dem Cinsturze wurde die Empo re
mit Eisenbeton armier t und die Baufehler behoben ober doch beträchtlich
nach Möglichkeit gemildert. Die Neuerstellung der Empo re
wurde im Afkord ber Firma Hilti übergeben unb kostete 50,000.000 Fronen. .