Elisabeth-, Goethe-, Felder- und Flurstraße waren noch zu Anfang
des Jahrhunderts unverdautes Wiefenlan d.
Vor 1890 war der Kohlenverbrauch hier ganz gering. 1887
wurden am Bahnhof Lustenau 13 Waggons Koh len ausgeladen. In
den letzten zwei Jah ren wies die Einfuhr von Brennstoffen auf der
Station Lustenau nach steh ende Ziffern aus:
1933:
1934: Steinkohle
Kg. 481.00 0
Kg.
348.00 0 Br aunkohle
1.227.000
1.427.000 Koks
1.168.000
1.535.000 Brennholz
586. 000
791.000
Beim E isenb ahnbau 1870 verdiente ein Arbeiter 70 Kr euzer bis
1 Gulde n pro Tag. Der Wochenlohn der Fädlerinnen auf Handmaschinen
war 10 bis 12 Franken.
Bis 1900 waren die Verkaufslokale aller Art jeden Abend bis
9 Uhr und an Sonntagen bis Mittag offen.
1890 bestand das Personal des Postamtes aus dem Postmeister,
einem Postkutscher und einem Briefboten. Heute sind auf dem Postund
Telegrafenamt 18 Personen be sch äftigt.
1891 waren in Lustenau 3 Fahrräde r, heute sind es gegen 3000.
Münzen und Maße unserer Vorfahren.
1 Guld en = 60 kr
1 Bieß li 6 kr (Sechser)
1 Batzen 4 kr
1 Groschen 3 kr
1 Kreuzer 4 Pfennige
1 Pfennig Längenmaße:
1 Klafter 1.8 m
1 Schuh (Fuß) 0.3 m
1 Klafter Holz 2 m3
G e t r e i d e m a ß e:
1 Malte r — 10 Viertel
1 Vi ertel — 20 Pfund
1 Vie rling — 5 Pfund
Flüssigkeitsmaße.
1 Saum 100 Maß = 150 Liter
1 Eimer (alt) 39 Liter
1 Maß — 1.4 Liter = 4 Schoppen 127