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Full text : Schlacht auf der Waidnau

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sie wohlbehalt e n gegen 5 Uhr in Feld kirch einritfen; sie
hatte n gemeint, sie würd en diese Tore überhaupt nie sprengen
können — sie fanden sie sperrang elweit offen .... Von
allen Seiten rückten nun die Franzosen in Feld kirch ein —
auch die oon Hendeln, die tags oorher mit blutigen Köpfen
zurückgetrieben waren. — Obw ohl non Seite des französischen
 Generalstabes jedmögliche Schonung des Hebens ,
des Eigentums etc. der Bewohne r zugesicherf war, mußte
Feldk irch unter der Fremdherrschaft oiel dulden und opfern.
Sämtliche Waf fen mußten abgeliefert we rden — die Vorstehe
 r eines jeden Ortes mußten oon Haus zu Haus die
„Sammlung“ nornehmen. Tausende oon Geweh ren wurden
nach Strasb urg abgeführt.

Die französischen Generale und nach ihrem Be ispiele
natürlich auch die nieder en Offiziere nerstanden es meis terhaft,
 ihre Säcke auf Kosten der Untergebenen und Besiegten
zu füllen, waren dadurch geradezu eine Geisel für die Tänder,
die sie beseht hielten und verdoppelten so die Plag en des
Krieges . Die Adjutanten gaben den Stadtoäter n den zarten
Finger zei g, daß man am besten du rchk omme, wenn ihren
Herren etc. etc. ein „Douceur“ oon hunderten und tausenden
non Gulden überreicht würde......... Dies ko nnten sich die
Her ren im Rathause Feldkir chs nicht zweimal sagen lassen.

Die FRa gazine wurd en g eleert, das ärar ische Gut als
nerfall en erklä rt, Truppen als Besamung in die Orte gelegt... .
Für den Stand Rankweil und Sulz figuriert für Requisitionen
die horrende Summe : 37 833 fl. 40 '/< kr., wovon auf
ITleiningen 2074 fl. 23 kr. entfallen. Dazu kommt die
Beisteuer des Standes zur Verp fleg ung der Truppen und
Pferde, die für den monat Juli-Augu st der Ge meinde
ITleiningen z. B. 477 fl. 30 kr. aufha lste, dem ganze n
Stand e aber 12694 fl. 31 kr. — Was dann der Privatm ann
in diesem Bezirke durch Einquart ierung , Erpres sung etc.
„gelitten und bestritten“ hat, berechnet sich vom 13. Juli
bis 14. August 1800 auf 71 739 fl. 29 */< kr. (Tandesarchiv.)

Das furchtbare Wort des Grafe n Jllansfeld im dreißigjährigen
 Kriege: „Der Krieg muß den Krieg erhalten“, kann
hier füglic h zitiert werden. Vor des Krieges drückender
Plage erblassen die Phrasen vom „fröhlichen, lust igen Kampf“
            
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