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Full text: Citadelle Bregenz

und id finde fie nidht. Sinf mußte noch einmal umfehren, da er vor 
mir ging und er fand fofort die Brille glüclidherweife. „So gelangten 
wir, ohne irgend einen Soldaten zu jehen, auf die HShe, die hinter 
dem Bauernhof liegt. Bei diefer Wanderung fanden wir Rucfäce, 
Panzerfäufte, Waffen in ziemlicher Anzahl, Zeichen einer troftlofen 
SIucdht und für mid) der Beweis, daß hier Feine Truppe mehr fei. 
Auf der Höhe angelangt, erklärte Sinf, daß er wieder, arbeiten 
müle und wir Jagten ihm, daß wir feiner nicht mehr bedürfen, da 
der Ausblit frei war. Wir hatten audy von Sint vernommen, daß 
die Sranzofen in Lochau feien, bei Mangold und Meßmer. So Ihloß 
ic, daß der Hang zum Seß hinunter nicht befeßt fei, da ja fonft diefes 
Haus unter Befhuß liegen würde. Herr Fink hatte uns durch feine 
Mitteilungen. und durdy feine Hilfsbereitichaft einen großen Dienft 
erwiefen, für den id) hier gerne danke. Nun gingen wir zum Haufe 
Seß, um eventuell feftzuftellen, wie die Klaufe befeßt fei. Es war 
noch ziemlich früh, das Wetter etwas dunftig, wir Fonnten nichts 
ausnehmen. Jh glaubte beim Langen Stein etwas ZU bemerfen, 
was fidher ohne Bedeutung war. Ih konnte alfo nur vermuten, daß 
die Jupponierte SS fi irgendwo verftect aufhalte. Im Haufe Seß 
war nur die . anwefend und eine Schwefter, welche mir Feine 
weiteren Auskünfte geben Fonnten. Don hier aus IHlidHen wir uns 
wieder durch die Derfhneidungen in die HShe hinauf zurück, bis wir 
auf S6he Herz=-Jefuheim waren und dann gingen wir am Waldrand 
in Ridtung Herz-Fefuheim. Don dort aus wußte id) beftimmt, daß 
id ungefähr auf HShe der feindlidhen Linie fein werde und mich da= 
her ohne Gefahr nähern fönne. Sobald wir die ungefähre HShe des 
Spitals erreicht hatten, zog ih das Hemd aus der Wefte heraus und 
band es an den Stog. Um diefe Zeit, vielleicht 7°, Uhr, feßte die 
Sliegertätigfeit ein. Welle auf Welle überflog uns Fnatternd, I hon 
auf der Höhe der Lochauer Kirche begannen fie mit dem BefHuß von 
Bregenz. Ih Ihlug immer über meinen Kopf Kreife mit dem Hemd; 
ob wir von den Sliegern gefehen wurden, weiß id) nicht, auf jeden 
in blieben wir verfhont. Hier möchte ih noch etwas bemerken. 
ir hatten eine große Schwierigkeit mit dem Tragen der weißen 
Sahne. Wann follte man diefe hiffjen? Ih Hatte fie fhon einmal 
vorher an den Sto gebunden, aber einer meiner Kameraden be- 
deutete, daß wir ja nicht willen, ob wir auf SS ftoßen und dann fei 
unfere Million Far gelegt. Alfo wurde das Hemd wieder unter die 
Decke geltect. 
Wie wir vielleicht 100 m vor dem Herz-Jefuheim ftehen, mache 
id ganz links um und gehe direkt auf das Haus des Srifeur Mennl 
zu. Wir gehen zuerft in einer Linie, bis Dietrid) anregt, wir follen 
hintereinander gehen. Und fo ungefähr 150 m vor dem Haufe des 
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