bisher schuldigen sogenannten „H abergelös " jährlich und ewig um
Martini, von 1731 angefangen, 12 fl. einem jeweiligen Pfarrer von
Altenstadt entrichten und ber ab folgen lassen. Dagegen soll ihnen ihr
neuer und künftiger Pfarrer die hl. Sakramente grat is admini strieren
und ihm soll erlaubt sein, die in den Vier Dörflein gestiftet e n heiligen
Messen um das bishe r gereichte Stipendium zu lesen.
„Aus obg esagte Punkte nun vnd nit and ers, haben Wir diese
Separation verw illigt , vnd verwilligen solche hiem it vnd in Kraft
dess en in bester und beständigster Form, gesta t tend, daß selbe dergestalten
ihren Anfang gewin nen möge. — Zu des sen Llrku ndt ic.,
Lhur den 2h. Novembri s 1730, Josephus Benedikt us, Bi schofs zu
Lhur, Alphonsus Kirc hbauer , Lo ncellar ius."
Lieber das obenerwähnte Vermächtnis des St. Leonhardi-Beneftzi
aten zu Feldkirch, Franz Heim, zu Gun sten des Pfarrkirchenbaues
in Nos els gibt folg ende alte Aufschreibung, welche sich jetzt im Generalvikariats-Archiv
zu Feldkirch befindet, näheren Aufschluß. Dieselbe
ist bet itelt „A uszug aus der schriftlichen Dispo sition des hochw.
Herrn Franz Heimb, geweßenen Benefiziaten ad S. Leonardum
und Or ganisten zu Feldkirch d. d. 18. Oktober 1723, Was er zu der
neuen Pf arrki rche am Schreg enberg, und wie er es ver ordnet und
leg iert habe." Ihr Inhalt ist folgender:,,.... drittens, Weilten Herr
Franz Heimb in seinem Leben jederzeit höchste ns geschähet die
Seelensorge, zu dem Seelenhirten Ampt aber sich aus unerforschlichem
Vrtheil Gottes nit berufen zu fein befun den habe, als Wolle
er aufs wenigst ve rm ittelst seine r Zeitlichkeit dasjenige, Was er im
WerH zu Vollbringen nit gekonnt ersezen vnd eben zu einer würkh -
lichen, auf alle Weltzeiten hi naus dauernden Uebung der Seelsorge,
wodu rch für wahr dem großen Gott das höchste Wohlgefallen gescheche,
seine Verlassenschaft fürnehmlich ansechen: Darumb eben
dann sein be ster, letzter und liebster Wille sey, daß alles dasjenige,
was er zu der neuen am Schregenberg zu Nobels auszurichtenden
Pfarr und Pf arrk irche zu Weitterer, ausführ licher Ausweißung
seiner schriftlichen, dem Hochw . Bischo ven zu Lhur schon verh ändigte
n Verordnung legiert vnd gewidmet habe, in be stem Stand
verbleiben doch mit di esen ausdrücklichen zwei Klauseln nemlich, daß
erst nach seinem bnd seiner alten Hä ußerin Jungfrau Annamaria
Ke ckeis, zeitl ichen Hinscheiden seine dahin vermachten Capitalien vnd
Mittel sollen bezochen Wer den vnd daß zuvorderst aus diesen seinen
zu solchen neuen Pfarr gewidmeten Mitteln 500 fl. der löblichen
Stadt Veldk irch einge händi gt werden. — Viertens, stiftete der Herr
Franz Heimb in diese neue Pfar rkirc he am Schregenberg einen
Ewigen Jahrtag für sich vnd seine liebwertesten Ael tern, Anver
wandten und Gutthätern, so jedes Jahr solle am Feste Vi sitati onis
B. M. V. mit einem Hochampt vnd 4 hl. Messen gehalten Werde n.
Dar zue stifftet vnd verordnet er ein Capital per 120 fl. und solle n
aus dem jährlichen Zins per 6 fl. jedem Priester 40 Kre uzer ge