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Full text : Heimatkunde der Altgemeinde Altenstadt

findet in des Ehrsa me Haas Stige r Müllers behausung von Gedachten
 in Banx nach Volle nöter hl. Metz aus Hochgai st li cher Obrigkeit
 gnedigster Bewilligung. In dem alten Dagewiehea sehr klain
Lapellili (welliches kaum aebenöt dem Priester vnd Mes mer 12
Personen fassen möge vnd um alberait baufellig ge wesen vnd einfallen
 Welle) gehalten Word, erschien erstgedachter H. Pf arrer sambt
den Gemainöt Le uten daselbst vnd haben sich gerathschlagt, ob sie
das alte Lapellili (Zu Wellich anfänglich die Ehrsame Sungfron
Madgalena Schächte Selig 50 Gulden gestiftet vnd angewen dt) verbessern
 oder aber am neve vnd grösere Lapelle erbaven Wol le. Ist
damals also mit ainhelligen rath beschlossen Word, das sie die alte
ab gehen vnd am neve (Wie sie jetzu nd gottlob Voraugen stehet)
auferbave Welle vnd ist eines Jeden anw esend gem ainötsma n gu eter
Vagezw ungner Will Erforschet wor den."

Die jetzige Kapelle wurde von Meiste r Jörg Met zler von Bangs
erbaut. (1666 War er auch Kapellenp f leger.) Im Jahre 1660 am
18. Mai wurde vom Fürstbischof Johannes VI. Von Lhur der Altar
eingeweiht.* Die K apelle bekam 66 Stiftmessen (da runter 2 Frühmessen)
 und 14 predigten. Es Waren auch Messen (Wie fr üher
schon erw ähnt), die auf Sonntage gestiftet und an de nselben auch
gelesen Wurden. Pfar rer Jmler von Altenstadt schreibt, daß er auf
Verlangen und im Beisein von Männern Von Bangs alle Stiftmessen
 von Bangs aus dem Handbuc h des Pfarrers Mi chael Stoß
von Altenstadt und aus dem Urbarium geschri eben und nach Bangs
ge geben habe. Unter den gestifteten Mes sen War eine Messe für das
Wahr und eine Messe am Hagelfeiertag. Die Bangser Kirch-Weih
 (Kilbe) ist am Sonntag vor Pfingsten. (Heute gilt „Baschastag"
 als Bangser Kilbe.)

* Urkun de (nach dem Orig. Perg. im Kapellenarchiv in Bangs ) d. d. 18.
Mai 1660, aus dem Lateinischen übersetzt la utet:

„3m Jahre 1660 am 18. des Monats Mai haben Wir, Johannes, von
Gottes und des apost olisc hen Stuhles Gnaden, Bischof von Lhur, des heiligen
 römischen Reiches, Fürst und Herr zu Großengstlingen, in der Kapelle

zu Abanchs (Bangs) einen Altar zu Ehren der Heiligen Fridolin und
Sebastian ge weiht und die Reliqu ien der hl. Märtgrer Theodor und German
(daselbst) hinterlegt und erteilen asten und jedem Lhristgläubigen am heutigen

 Tag einen Ablaß von einem Jahr und am Jahrestage der Altarweihe
den Besuchern (der Kapelle) einen Ablatz von 40 Tagen und setz en den
Tag der Weihe auf den Sonn tag vor Pfingsten fest. — Zur Beglaubigung
dessen seien die Akten zu Feldkirch unter dem obigen Tag, Monat und Jah r."

Joha nnes. Johan nes Bertlin,

Sekretär. 73
            
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