in Nosels an — begannen sie bald nach 1800 ihre Häuser in
Matschels allmählich abz ubrechen und in Nos els neu aufzubauen.
Wir find en solche Matschelser Häuser in der heutigen Feldkircherstraße
Nr 3, am Bach Nr. 17, in der Kohlgasse, die von der
Matschelser Kohlbrennerfamilie Schatzmann den Namen erhielt, die
Hs.-Nr. 22, 23, 26 and 28 und in der Magdalenenstraße das
seinerzeitige Haus Nr. 55. Um 1840 stande n in Matschels noch
sechs Häu ser. Das letzte, lange alleinstehe nde Haus wurde 1892 abgebrochen.
Die letzten Flüchtlinge, die Familie Bal ter, zogen nach
Ba ngs. Die kleine Kape lle, an Größe und Gestaltung ähnlich der
Freschner Kapelle, wurde 1864 wegen Baufälligkeit entfernt. Von
den zwei Gl öckchen kam das kleiner e in die Par zelle Fresch, das
größere in die li echtenstein ische Nachbargeme i nde Schellenberg. Im
Jahre 1866 wurde von den früheren Bewohnern der Parz elle
Matschels an dem Platze, wo die Kapelle gestanden, ein Kreuz mit
Lhriftusbilö er stellt. — Vor der Kapelle stand eine Alme mit zehn
Fuß Dur chmesse r. 1843 wurde dieser Riesen baum gef üllt.
Ob in der Matschelser Kapelle je Messe gelese n wurde und ob
sie überhaupt Meßlizenz ha tte, kon nte ich nicht in Erfahrung bringen,
ebenso wenig, ob die Kape lle ein Vermög en besaß . Wohl hatte
Matschels seine Kapellenweihe (Ma tschelser Kilbe). Sie wurde am
Sonntag nach Maria Geburt, also am Feste Maria Namen gefeie
rt. Auch aus solchem Anlässe kon nte ich nicht finden, daß hier
an diesem Tage oder wenigstens tagsdarauf Gottesdienst gefeiert
Wor den Wäre.
Was den Schulunter richt anbelangte, hatten die Kind er von
Matschels die Sch ule in Bangs zu besuchen.
Am nun noch mals aus das Bergle zurückzukommen, sei erw ähnt,
daß es in seinem höchsten Punkt e ungefähr die Höhe von 25 Metern
erreicht. Es ist ein großer Gesteinsblock, über welchen sich, wie beim
Kummenb erg bei Koblach, der große Rheingletscher hinweggeschoben
hat, ohne ihn ganz zu zerstören, ein kleiner Rundhöck er, wie der
Kummenberg, ein Aeb er bleibsel aus der Eis zeit. Für Rhein- und 2H-Wuhrbauten
wur den dort seit 1775 Steine gebrochen. Besonders hart
angegangen wurde es in den Jahren 1924—26 , da die Zilregulierung
kapfabwärts bis an den Rhein ungeheure Masse n von Bruchs tei nen
erfor derte
Zu den Akten der Jllregulierung vom 19. Jahrhundert (183 0-und
1840 er Jahre) fand ich, daß das Matschelser Bergle auch
Schmalzbergle genannt wurde. Auf Befr agen eines alten Mann es
aus unserem Dorfe, ob er schon etwas von einem „Schmalzbergle"
gehört habe, gab dieser mir folgende Erklärung: „Das Schmalzbe rgle
ist das Matschelser Bergl e. Auf dem Rhein kam einm al bei zieml
ichem Hochwasser ein Flotz mit einer Schmalzladung von Graubünden
her. Der Flotz trieb aus Bergle, stieß dort derart an, daß er
in Trümmer fiel und samt der Lad ung Schm alz in den Well en des 82