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Full text: Wanderungen in Vorarlberg

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hackten Fuß desselben auf dem Ambos beschlägt. E'ue lange 
Schrift unter dem Vo rdach der Votivkapelle erz ählt w eitläufig 
die i nteress ante Legend e dieses himmlischen Heilkün stlers. Es 
nimmt mich Wunder, daß sie Rapp in seiner trefflichen „Be­ 
sc hreibung des Gen. Vicariats Vora rlberg" nicht wie dergib t. 
Den Sc hluß derselben b ildet die Bitte (in alle Vor übergehenden 
„§11111 Unterhalt die ser Kapelle um des l ieben Gottes und des 
he iligen Lot) willen, Jeder nach seinem Vermögen, ein reich­ 
liches Opfer in diesen Opferstock hinein zu legen, wovon sie 
den Lohn finden und jenseits durch die Vorbitt des he iligen 
Loy von Gott selbst wieder einü rnten werden". 
Solch e Eligius- oder Loykapel leu trifft man in Vorarl­ 
berg nicht selte n an. So fand ich eine unwei t Satteins und 
ein dar auf bezüg l iches Bild iu Hörbranz, das in verchristlichter 
Form den bekannten Vorgang von der Hei lung des erkrankten 
Pferdes Balders, wie ihn der erste Merseburg er Zauberspruch 
berichtet, zum Inh alt hat. Eine ähnliche Legende habe ich 
in mei nen „M ythol ogische n Beitrügen aus Wälschtirol" ver­ 
öffentlicht. 
Nun hinau f zum Schloß . 
Ter Zugang war nicht ger ade verlo ckend. Da ich kein en 
Pfad fand, so s chwang ich mich über den Zaun und stieg durch 
deu mit Anemo nen übersäeten Wiesenhang hinan. Bald hatte 
ich eine von Gestrüpp umwucherte Umfa s sutt gsmauer vor mir. 
Ich überkletterte sie nicht ohne Mühe und gelangte so auf den 
übergrü n ten Plan des einstmali ge n Burghofes. Um iu deu 
Thurm zu kom men, ging ich längs der Mauer hin und war 
dann bald im Er dgeschoße desselben. Zwei Dohlen flo gen krei­ 
schend über die Zinnen. Der Thurm ist vier durchbrochene 
Stockwerke hoch, hie und da erblickt man noch den Ve rwurf.
	        
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