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kr eischende Sägen nnd sc hnurrende Mühlgänge t reibt, kurz ma
wandelt wie durch ei lten Park, der mit jedem Schri tte eilte
neue P erspe ctive zei gt.
Die Walser oder „freien W alser", wie sich die Bewohner des
Thales nicht ohne Selbstbewusstsein nennen, gehören nich t, wie man
frühe r allgemein annahm, dem burgundischen Stamme an, sondern
sind Alemannen und haben ihre Stammesbrüder im schweizerischen
Kan ton Wallis. Was sie im 13. Jahrhundert, ja wahrscheinlich
schon früher, veranlaßte, ihre müt terliche Erde zu verlassen und
ostwärts, vorzüglich itt den Vorarlberger Alpen ihre zweite
Heimat zu s uchen, ist noch nicht ganz aufgeklärt. Möglich, daß
ihre Auswanderung mit dem D rucke zusammenhängt, den die
üb ermüt higen Herren von Man gepan, der stolze n Zwingburg
über Raron, auf die Thalbewohner ausübten; möglich aber
auch, daß Uebe r bevölkeruug sie zur Suche nach neuen Wohnsitzen
zwang. Tha tsache ist, daß sie sich vom 13. Jahrhundert an int
Gr aubünd ischen Dav os, int großen nnd klei nen Walser- und
Later nsertha l (Vorarlberg), int Hintern Lechthal und Tannberg,
sowie endlich in den zerstreu ten Bezirken des Silberthales und
von Galthür allmählich feslsetzteil. Ihr Stammheiliger ist außer
St. Nikolaus der hl. Theodul mit seinem glockentragend e n Teu
felchen, den wir schon gelegentlich unseres Montavoner Aus
fluges kennen lernte n. Er p rangt fast in allen Kirchen als
Patron und wird auch in der Pfarrkirche von Sonntag, das
wir soeb en betreten, vereh rt. Den Namen hat der Ort wohl
von der sonnigen Lage, wenn man ihn nicht damit in Ver
bindung bring en will, daß in früheren Ze iten nur jeden Sonn
tag von einem „Lütpriester" ans der Pfarre Thüringen die
Messe gelesen und andere gistliche Funktionen vorg euommen
werden mußt en. Sol che Uebertraguugeu von zeitlichen Be-
stimmnngen auf örtliche sind bei Ortsbenennungen sonst etwas etwas