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Full text: Wanderungen in Vorarlberg

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längerem Anstieg erbl ickt man das Hörnle und links davon eine 
andere Sp itze, die mir mein Begleiter als Gatterwand bezeich­ 
nete. Rec hts davon führt der Weg über das niedere Joch ins 
Mittel bergisch e. Ehe man da ansteigt, ist noch eine ziemlich 
breite, mit magerem Graswuchs bedeckte Au zu dur chgeh en, das 
„Aeuele", in den Karten mit „Eibele" bezeichnet. Bald da­ 
hinter steht rech ts am Wege eine Tafel mit der Aufschrift „Ue ber 
das „Hörnle". Also da hinauf müssen wir, dachte ich mir, und 
pa tschte iu eine Lache . Ja, wenn es bei diesem Fehltritte ge­ 
blieben wäre, aber der ganze Weg über besagten Sattel ist nur 
eine bald offene, bald verdeckte Lache. Ich weiß mich bei meine n 
vielen Tour en au feilte zu erinnern, die mich so wie diese zum 
b eständi gen Patschen im wasserdurchweichten Boden gezwungen 
hätte. Da gibt es feilt Ausw eich en, sonde rn nur eilt energisc he s 
Weiterpatschen. „Ja woher kommt denn das viele Wasser?", fragte 
ich meinen Begleiter. — „Das fiuiiit (kommt) von oba n'acha." 
Diese Auskunft beruhigte mich zusehends, und mich ins Unver­ 
meidliche fügend, bewegten sich meine „quietschenden" S ohlen 
mechanisch hinter den Tritte n meiner Reisegenoss en , während 
das Auge an dem malerischen Bilde hing, das dieser nasse 
Gang bietet. Ein ansteigendes, waldumrahmte s grünes Mahd 
mit Alpenhütten und ernsten Wetter tanne n, dahinter als Schluß 
der Kamm des „Hörnle", wirklich schade, daß einem d ieser 
landschaftliche Genuß durch den ve r maledeiten Sumpfboden ver­ 
gällt wird. 
Nach beiläufig einer Stun de standen wir auf dem H örule- 
Uebergang und sahen deu äußeren Theil des klei nen Walser­ 
thal es im Abendsonnenschein vor uns liegen . In der Ferne 
blinkte das „Walserschänzle", die fröhliche, nun dem Bacchus 
geweihte Erinn erung sst ätte an die einstige Thalsperre gegen 
die Schweden. Es ist zugleich G renze von Mit tel berg. M unter M unter
	        
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