Die Moosmann-Feier im Dregenzerwalö.
(18 93.)
Es War wohl eilte recht trübselige Fahrt, die Samsta g, belt
2. September, unser Neun in den Postwage n ei n gepferchte Wallfahrer
in den schönen Bregenzerwald beförderte. Wie aus dem Dauaideu-
faß tromme lte der Gußrege u auf dos Lederdach unseres Veh ikels;
alle die nahen und fern en Schönheiten, welche die kühn zur
Höhe von Alberschwende strebende neue Dornbirner Str aße iu
steter Abwechslung dem Auge des Wande rers vorführt, das herr
liche Rheinthal, der breit e Fruchtgart e n von Dornbirn und im
No rden der blaue Spiegel des Bodeufees waren grau verhängt,
eilte Wolkenbank stil der stndern, eilt Chsto s ble iern schw er da-
hinzich end er Nstßkstlter Reg eng espen ster. Ist wsts sollt e denn stns
der morgigen E nt hül lungsfeier in Schnepfan w erden, bestimmt,
das And enken eines der wackersten Herzen zu e hren, die je unter
einem Bauernkittel gesc hl agen, eines Mannes, der als treibende
und fruchtbringende Kraft viel mehr Bedeutung und An spruch
auf Ehrung hat, als Dutzende Büchergelehrte, wenn sich auch
sein wohlthätiger Einflu ß als Mensch und Staatsbürger nur
auf den kleinen B ereich des Bregenzerwaldes beschr änkt hat?
Als wir nach ermüdender Fahrt endlich beim soliden Gast
haus zur „Post " in Bezau ankamen — bis Schnepfau zu
fahr en war wegen der eingetretenen Dunkelheit und bei dem dem