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Full text: Das Verfachbuch in Tirol und Vorarlberg

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III. Erfordernisse der Verfachurkunden. 
' § 7. 
Jede zur Versuchung überreich t e Privuturkunde muß ent­ 
halten ะ 
1. Den Rechtslitel des Geschäftes, in Folge dessen das ding­ 
liche Recht begründet, abgeündert, über tragen oder als 
erloschen erklärt werden soll. 
2. Die genau e B ezeich uuug der Parteien, welch e das Ge­ 
sch äft schließen, oder übe rhaupt eine Erklärung abgeben. 
3. Die klare und deutliche Beschrei bung der den Gegenstand 
des dinglichen ^Rechtes bildenden Realitäten. 
4. Die ausdrückliche Erklärung der Partei, welche das ding­ 
liche Recht einräumt, übertrügt, oder als erloschen erklärt, 
daß sie in die Verfachnng der Urkun de willige. 
5. Die Unterschrift des Ausstellers der Urkunde und zwei er 
glaubwürdiger Zeugen1). § 
8. 
Die Realitäten müssen in den Ver fachurk unde n mit der 
zu ihrer Jdentificirung erford erliche n Genauigkeit bezeichnet 
werden, daher es sich empfiehlt, die Daten des revidirten Ka­ 
tasters zu benützeu uud die P arzel len-N ummern sowie die be- 
tre ffellde Katastral-Gemeinde anzugeben. 
Selbstverständlich ist, daß durch die Beniitzuug der Kata­ 
straldaten die Anweudung anderer iib lich gewordene r Bezeich­ 
nung en nicht überflüssig wird, die name ntlich dann nicht zu 
entbehren sein werden, wenn es sich um eine Bezugnahme auf 
andere dieselbe Liegenschaft betreffende Urkunden handelt^). 
‘) Hofkanzlei-Dekret 7. März 1805 Z. 4401 V Entsch. 
2) Oberlandesger.-Circnlarien 31. Mürz 1880 Z. 2025 (Justiz­ 
Minist.-Erl. £2. März 1880 Z. 3627) , 27. April 1880 Z. 2584, 14. Juni 
188 l Z. 3354, 5. Lkto ber 1881 Z. 5603, 14. März 1882 Z. 1912 
(Justiz.-Min-Erl. 8. März 1882 Z. 3584.
	        
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