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Full text: Das Verfachbuch in Tirol und Vorarlberg

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§ 16. 
Urkund en über Verträge, we lche durch die Gesetze als 
ungi ltig erk lärt werden, z. B. nach § 879 b. G .-B., dürfen 
nicht verfacht werden . § 
17. 
E rbsabhandlungsakten sammt dem Concepte der Einant­ 
wortung dürfen nicht dem Verfachbuche einverleibt werden; in 
dasselbe sind lediglich über Ansuchen die Ausfertigungen resp. 
Ab schrif ten der Einantwortungs- und Theilungsurkunden und 
die den Legataren nach § 178 K.-P. vom 9. August 1854 
R.-G. Nr. 208 auszustel le nden Dekr ete einzutragen. 
Werden bei Erbsabhandlungen Hypoteken oder Ausgedinge 
nnd Fruchtgenußrechte mit Pfa ndrecht en auf die Verlassen­ 
schaftsrealitäten bestellt, so sind auch die betreff e nden Urku nden 
in beglaubigter Abschrift dem Verfac hbu che einzuverleiben *). 
*) Appell.-Circulare vom 19. Oktober 1824 Z. 4326 a. oberlandesg. 
Circul are vrm 1. April 1884 Z. 2282. 
2) Gesetz vom 25. Juli 1871 R.-G. Nr. 76 betreffend das Erforderniß 
der notariellen Errichtung einiger Rechtsgeschäfte. 
Justiz-Minist.-Erl. vom 18 Oktober 1872 R.-G. Nr 148 über den 
Zeitpun kt, in welchem vors tehendes Gesetz in Vorarlberg in Wir k samkeit 
zu treten hat (1. Jänner 1873). 
§ 18. 
Sind zur Giltigkeit einer Urkunde noch andere besondere 
Förmlichkeiten vor g eschrie ben, so müssen dieselben beobachtet 
werden. 
Ist insbesondere die Giltigkeit gewisser Vert rüge und 
Rechtshandlungen durch die Aufn ahme eines Notariatsaktes 
über dieselben bedingt, so d ürfen anders errichtete derlei Ur­ 
kunden nicht verfacht werden^). 
Im übrigeil ist es zur Verfachung gleichgiltig, ob die
	        
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