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Full text: Das Verfachbuch in Tirol und Vorarlberg

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Circu lare. Beilage VIII. 
Se. k. k. M ajestät haben bereits mit höc hster Entschließung 
vom 24. December 1814 allerhöchst erklärt: es sei (um allen 
Anfragen über die Anwendbarkeit solcher Dispositionen der 
galizischen Gerichts-Ordnu ng , und des allg. bü rgerl. Gesetzbuches 
zu begegnen, welche die Existenz der Grundb uchs - und Land­ 
tafelverfassung voraussetzen) in Zukunft als allgemeiner Grund ­ 
satz anzunehmen, daß diese Gesetzstellen vor der Hand, und bis 
zur erfolge nde n Einführung der Grundbücher, außer A nwen­ 
dung sein, und in allen unter derselben begriffenen Füllen nicht 
nach be sagten Gesetzen, sond ern nach den vorigen Gesetzen und 
Verordnungen, welche vor Einführung des baierischen und ita­ 
lienischen Rechtes in Tirol und Vorarlberg gego lten hab en, zu 
entscheiden, und zu verfahren sei. 
Da nun die mit 1. Mai 1817 ei ntretende Organisirung 
aller ersten Gerichtsbehörden es möglich mach t, dies en Grund­ 
satz in Tirol und Vorarlberg allgeme in in Anwendung zu 
brin gen, und da zugleich theils in Vorarlberg, theils in den 
mit Tirol neu ver einigt en Landesbezirken in Absicht auf die 
Erwer bung des Pfandrechtes, und der and eren dinglichen Re chte 
sehr verschiedene Ge wohnh eiten und Verfassungen bestehen, so 
haben Se. Majestät, um in die sem Zwe ige der Gesetzgebung 
eine gleiche Ordnung für ganz Tirol und Vorarlberg einzu­ 
führen, durch höchste Entschließung vom 17. Juli v. I. wei ter 
verordnet , daß die diesfalls für Tirol gegebenen Gesetze und 
Verordnungen auch auf Vorarlberg, und auf die mit Tirol 
vereinigte n Bezirke von Windischmatrey, Zillerthal, Brixenthal, 
Lengberg und Vils ausgedehnt, und als künftige, mit 1. Mai 
1817 anz ufangen, für ganz Tirol und Vorarlberg allgemein 
geltende Normen neu kundgemacht werden sollen. 
Es sind folgende, und es wird zur Vermeidung alles 
Mißverstandes auf a lle rhöchsten Befehl erinnert, daß sie zu 
Folge der hier vor angeführten höchsten Entschließnng vom vom
	        
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