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Full text: Vorarlberg : nach den von dem geognostisch-montanistischen Verein für Tirol und Vorarlberg veranlaßten Begehungen geognostisch beschrieben und in einer geognostischen Karte dargestellt

112 Die 
Gneis- Gli mme rschi efer-Fo rmati on erreicht eine 
Mächtigkeit in diesem G ebirge von mehr als 1200° und 
da höchst wahrscheinlich die hohen Gletscher an der Süd­ 
spitze Vorarl bergs ihm angehören, eine Höhe über 1700 °. 
B. Grauwacken-Gebilde und alter rotherSand ­ 
Stein. 
In den höhcrn Re gionen des Arlb ergs ist auf der Seite 
von Vorarlberg die Grauwac ke nirge nds anstehend sichtb ar, 
obgl eich sich in den Tobel n häufige Geschie be davon finden. 
Oestli ch von Stuben am Weile r Rauz zeigt sich nör dlich von 
der Straße ein schmaler Streifen Grauwack e von Kalkstein 
überlagert. Weiter gegen Wes ten zeigt sich wieder vor dem 
Orte Wald bei den ers ten Häusern nördlich der Straße 
Grauwacke von rother Farbe und körniger Struktur über 
der Thalsohle anstehend'; und zwischen dem »ordern und 
Hintern Wald liegt südlich an der Straße ein aus einer 
Art Quarzfels bestehender Hügel, de ssen Sch ichten von Osten 
nach Wes ten streiche n und unter einem Winke l von 70 bis 
80 Gr. gegen Nord en fallen, welcher wahr scheinlich zu der­ 
selb en Formation ge höret, obgleich man ihn auch dem Glim­ 
merschiefer zuzä hlcn kann. 
Erst bei Da laas auf der südlichen Seite des Thals im 
Gorte n- und Mark-Tobel tritt die Grauwacke ziemlich 
mächtig auf. Sic enthält hier zwischen ihren Schichten Ne­ 
ster und Lagen von körnig-blättrigem zum Theil röthlichem 
Kalkstein. (Si ehe Durchschnitt F. 13.) Von da zi ehet sie 
sich über die un tern Geh änge des Chri stbergs, den äu ßern 
und innern Bartholomäus-Berg, geht bei Vand ans auf das 
linke Jllufer und erreicht im Rell thalc ihre größte Mäch­ 
tigkeit. Die Grauwac ke zeigt sich hier nicht nur auf der 
nördlichen, sondern auch auf der südl ichen Thalseite vom 
Bache bis auf die Alpen Gulm und Platzis, Rells und und
	        
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