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Full text: Vorarlberg : nach den von dem geognostisch-montanistischen Verein für Tirol und Vorarlberg veranlaßten Begehungen geognostisch beschrieben und in einer geognostischen Karte dargestellt

138Der 
unter VII beschriebene Mcrgelkalk, welch er an den 
Gipfeln vie ler Berge in einer Höhe von 1000° und dar über 
vorkömmt, und wovon namentlich der rothe sowohl in den 
Gebirgen Montafons als des Bregenzer-Walds Züge bil­ 
det, als ob er ehemals im Zusammenhang gestanden wäre; 
dürfte sowo hl sei nes petrographischen Charakters weg en, und 
auch weil er nir gends mit den unter ihm liege nden Gebil­ 
den wechsellagernd g etroffen wird, sond ern immer blos die 
obersten Sch ichten bildet, der Jura-Formation an- 
geh örcn, und Jura-Mergel genannt we rden. 
Der an der nördlichen Grän ze ans die Ka lkgcbi lde 
aufgelag erte mit dem Namen Plä ner bezeichnete und gleich­ 
falls unter VII bes chriebene Mer gelka lk, der kaum eine 
Höhe von 7—800° erreicht, sc heint sowo hl seinem litho­ 
graphisch en Charakter als sei nem Lagcrungs - Verh ältnisse 
zu folge zur K reide - Formation gezählt werden zu müsse n. 
Das auf der Karte als Muschelkalk aug ebeutete unter 
VIII beschriebene Gestei n, ist wie schon die oben gegebene na­ 
turgetreue Charakteristik und die auf den Durchschnitten vcr- 
stnulichten Lagerungs-Verhältnisse zeigen, nicht als Muschel­ 
kalk der neuern Geognostc anzusehen. Herr Markscheider 
Schmidt hat ihm diese Benennung gegeben, weil es ihm aus 
lauter klei nen Stü cken Muschelschalen zu bestehen schie n. Ob­ 
wohl ทนท dies nicht von allen Arten der hieher gerechneten 
Gestein e gilt, so schienen ihm doch ihre sehr ähnlichen Lage­ 
rungs-Verhältnisse hinreichender Grund ste unter eine geog­ 
nostische Benennung zu bringen. Nach ihrem pctrographi- 
schen Charakter ähnel n jene die ser Gesteine, welche in ihrem 
Gemenge Muschelschalen enthalten, dem Monotiskalk von 
Baireilth, der zur Lias-Formation gezählt wird, allein da 
noch keine bestimmbare Muschel darin anfgefnnden wurde, 
so läßt sich über ihre Identi tät mit diesem Geste ine kein kein
	        
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