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Full text: Vorarlberg : nach den von dem geognostisch-montanistischen Verein für Tirol und Vorarlberg veranlaßten Begehungen geognostisch beschrieben und in einer geognostischen Karte dargestellt

1562) 
Von fossilen Brennstoff finden sich zwar in der Lias­ 
Formation hin und wieder Nester von Koh len, und in 
Fra nkreich hat man im Departement des Gardes bauwür­ 
dige Kohlenflötze tin Lias; al lein in Vorarlberg haben sich 
außer den anthrazitartigcn nur 0,53 Kohle enthaltenden 
Gebilden, die in schmalen höchstens 18" mächtigen aber 
nicht anh altende n Lagen auf schwer zugä ngl ichen Höhen 
nordöstlich von Dalaas im Grupscr-Tobel Vorkommen, und 
die eben so wenig als jene diesem ähnlichen Gebilde, wel che 
in der Sc hweiz z. B. im Sngc l berger-Tha l ob der Herreu - 
rüti, am Südabh ang der Windgelle und am Tödi Vor­ 
kommen , wegen ihrer s chweren Verbrennlichkeit benützt wer­ 
den, noch nirge nds Koh len -Spuren in dies er Formation 
gezeigt . . 
In dem Sandstein-Gebi r ge des nördlichen Vorarlbe r gs 
sind zwar Kohleus chi c htcu häufig zu finden, und die Kohle 
ist im Ganzen als Brennma teria l von guter Qualität, ob­ 
wohl sie sich zur Koackbilduug we niger eignen, allein die 
Mächti gkei t ihrer Schichten ist im Allge meine n zu gering, 
und zu wenig anhaltend, um bauwürdig zu seyn; und 
nach den bisherigen geognostisc h en Erfahrungen sind in dem 
Molaff cn-Gebi rge , namentlich im Braunkohlen-Saiidstem, 
in welchen sie hier vorkommen, keine mächtigen lind ait- 
haltendcn Kohlenflötze zu erwarten. Demungeachtct ver­ 
dient die Formation des Braunkohle n- Sandsteins des nörd­ 
lic hen Vorarlbergs in Rück sicht ihrer ausgedehnten Ver­ 
breitung große Beacht ung, indem sich da rin, wenn auch 
nicht mächtige, doch bei den hohen Preisen des Bre nn­ 
materia ls in dies em Kreise immerhin bauwürdige Kohlen­ 
flötze finden können. 
Aber eilten sehr bedeutenden Reich thum von fossil en 
Brennstof f besitzt Vorarlberg an Torf. Nicht mir seine
	        
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