35
das nur eilte geringe Einsattlung bildet, besteht aus Gneis,
der nach Stunde 6 streicht und nach Süden fällt. Jenseits
des Antoni-Jochs in der Prätigan, etwa eine vie rtel
Stunde, vom höchsten Punkte des Jo chs, sieht man Gneis
auf dem Kalkstein ausliegen, und kann die scharfe
Gränze beider Geste ine mehr als eilte Stun de beobachten;
das Liegende dieses Kalkzuges, was wah rscheinlich wieder
Gneis ist, in welchem der Kalkstein eingela gert ist, konnte
jedo ch nicht ermittelt we rden. Unter dem lichtgra uen
kryst allini sche n Kalkstein findet sich überall eilt dnnketgrauer,
wei ter hinau s im Prätigau wird schwarzer schiefriger Kalk
stein vorherrschend.
Von St. Anton auf das Dilisuua-Joch bedarf es
3 Stunden. Auf dem Wege bemerkt man lichten, gelb
lichweißen Kalks tein, der nach Stun de 6 streicht, und nach
Süden fäll t. Di eses Joch ist sehr hoch lind breit, der
Einschnitt unbedeutend, die Vegetation äußerst sparsam,
und daher von ödem wildem Ans ehen. Unterhal b der Lan
des-Gränze, wel che über den höchsten Uebergangs - Punkt
geht, ver liert sich der graue, di chte Kalkstein. Links tritt
so gleich Ka lksc hiefer und sandig er Kalk stein auf, wovon
ersterer das vorwaltende Gestein bis zur Alpe Dil isuna
bi ldet. In ihm ko mmen auch ziemlich mächtige Schich ten
von dunkelgrauem, dich ten sehr festem Kalke vor. Der
schiefrige Kalkstein ist mit Pfla nzena bdrücke n (Fttcoides
Targionii) begleitet, und charakteristisch sind für ihn die
schaligen Absonderungen wel che er auf dem Längenbruch
ze igt. Auf der Di lisuna-Alpe, d. i. unter der Regio n des
lichtgrauen, dicht en Kalksteins, find en sich auch Br u chstücke
von Serpentin und gr auwac kenar tige Gestein e, obgl eich
man diese G esteine nir gends anstehen si eht. Auf der
recht en Seite des Thals, dem westlichen Theile des
Quellen-Joches zeigt sich Gneis. Unter der Dilisuna - Alpe 3*