verwendete nun seinen väterlichen. Ver mögens anteil für
kirchlich e Zwecke: ein Drittel vergabte er anden bisc höflichen
Stuhl, ein anderes an das Domkapitel und das
letzte an seine geplante Kloster stift ung . Das Hin Aussicht
gen ommene Gelände für den Klosterbau geh örte der
Abtei Reichenau; er tau schte es gegen ein ihm gehöriges
Grundei gentum bei Zurzach ein. Das neue Kloster wurde
dem hl. Papst Gregor geweiht, e rhielt aber spät er den
Namen Pet ershaus en mit Rücksicht auf die der Peters
kirche in Rom nachgebildete Stiftskirche. Die Stiftung
wurde mit 12 Mönchen aus dem Kloster Einsiedeln unter
der 'Leitung des Abtes Pezelin besiede lt. Noch zu Gebhards
Leb zeiten stieg die Zahl der Mönche auf 80. Nach
der Idee des Stifters sollte das Kloster eine Art Pflanzschule
zur Heranbildung guter Priester für den Konstanter
Ki rchs prengel werden. Auch für unser Land erlangte
Gebha rds Stiftung insofern eine Bedeutung, als sie der
Ausgangspunkt und die Pflanzstätte unseres einheimischen
Klafters Me hrerau werden sollte (1097). Das Kloster
wurde vom Gründer selbs t, aber auch von Kai ser
Otto II., überaus reichlich aus gestatt et. Gebhard vergabte
auch dahin eine von Papst Johann XV. erhaltene
kostbare Religuie, das Haupt des hl. Papstes Gregori us;
freilich welchen P apstes dieses Namens, ist nicht sestzuste
llen; die Mönc he glaubten jedenfalls das Haupt des
Papstes Gr egor des Gr oßen zu besitzen. 992 wurde die
Kirche durch 'Gebhard selbst eingeweiht. 1159 brannten
Kirche und K loster nieder, wurden aber wied er aufgebaut;
das Stift bestand, eines guten Rufes sich erfreuend,
bis zu seiner Säkularisation im Jahre 1803. Die Kirche
wurde dann dem Gottesdienste entzogen und 1828 als
baufällig abgebrochen. Das Klostergebäude dient jetzt als
Kaserne.
Mit Eifer b etreute Bischof Geb hard die ihm anvertrau
te Herde; noch in seinem l etzten Leben sja hre hielt er
eine Diözesan synode ab. Durch fünfzehn Jahre waltete
er s egensreich seines hohen Amtes, wobei er sich stets der
kaiserlichen Huld erfreute; auch Kaiser Otto III., —
wenn die urkundliche Nac hricht ri chtig verstanden wird:
sein Tauf patenkind — war ihm sehr gewoge n. Dann 29