es war Bruke r Geb ha rd Niederer, III. Or dens des
Hl. Franziskus, aus Wyl oder Goßau im St. Gallischen
stammend. Mit Geschick und Ausda uer und mit Dara ns
etzung seines eigenen, nicht unbedeutenden Vermögens,
arbeitete er dar an, ein würdiges Kirchlein auf dem
Schloßberg Zu erstellen, und hatte auch die Fr eude, um
das Jahr 1720 sein Werk mit Erfolg gekrönt zu sehen.
Am 27. September 1723 wurde die Kirche vom Weihbisc
hof von Konstanz, Franz Joha nn Anton von und zu
Syrgenstein, eing ew eiht, und zwar in Er innerung an
die Widmung der alten Burgkapelle, zu Ehren des hl.
Ritters Geor g, aber nunmehr auch gleic hzeiti g des hl.
Gebhard.
Brud er Geb hard bemü hte sich auch um die Erlangung
iber offiziellen Prüfung der immer zahlreicher werdende
n Gebetserhörungen und Wunder an der Gnade nftätte.
Das Bregenzer Sta dta rchiv bew ahrt noch ein
umfangreiches Aktenstück von 19 Folio fei ten mit dem
Berichte über 28 wunderbare Gebetserhörungen. Um
jene Zeit, genauer im Jahre 1733, hatte der Schloßberg
ber eits den Namen „Mons Sti Gebhardi". Der eifrige
Eremit, der in seiner Juge nd im Hausdienste des Fürstabtes
von 61. Gall en und s päter Ammann in Peters -
zell gewesen sein soll, war auch schriftstellerisch für fein
Lebenswerk tätig und verfaßte das „Gebhardusbuch"
mit Lebensbeschr ei bung des Heiligen, Berichten der auf
seine Fürbitte gewir kten Wunder und einige n Gebeten.
3) Aus letzteren Berichten geht hervor, daß die
Macht der Fürbitt e des Heiligen besonders Müttern
und Kin dern auf ihre Vertrauensvolle Anempfehlung
hin zugute kam, da ja sein eigenes Schicksal bei seinem
Lebensbeginn ge rade in solchen Anliegen zu vert rau ensvoll
er Anrufung anspornte.
Der fromme Einsiedler Gebh ard starb am 23. Oktober
1736, nach dem er noch zu seiner Freude die erste
bis chöfliche Bestätigung der Wunder sein es Patrones erlebt
hatte. Er wurde vor dem Altar des Kirchleins begraben.
3) Gedr. bei Bened. Ant. Schüßler , Bregenz; 1730 schon
4. Auft. 32