gelung war die inner e Ordnung des Gottesha us es hergestell t und gefestigt.
Wie in Valduna, so wurde nun auch hier ein Leben der Entsagung, der
Demut und gänzlichen, freudi gen Hingabe an Gott geführt. Der ganze
Konvent besta nd jetzt aus 10 Konventualinnen, von denen 9 aus Valduna
he rüberge komme n waren; er war in der Tat eine wirklic he Neugründung
von Vald una. Die Vermögensverhältnisse der aus Valduna scheidend en
Klariss en gegenüber dem Gottesha use Valduna waren durch einen eigenen
Vertrag vom Jahre 14 801) geregelt worden.
S. Clara in Villingen.
„Als nun die erwürdigen
Frauen ewig eingeschlossen waren
in einem engen Haus, ist
darbey wenig bedacht worden
der Stüf tung und des zeitlichen
Einkommens halber, darvon sich
die Fra uen in dem göttlichen
Die nst ufhal ten (erhalten) könden,
unangesehen sie nürgent
mehr hin könde n komme n zue
bett len oder ihr notwendige Ufenthaltung
zue für s ehen2). “ Die
ganze Barschaft des Bi ckenklosters,
die die Äbtissin Hai der
vorf and, be lief sich auf 30 Gulden.
Was die früheren Schwestern
an Mitgift dem Kloster
eingebracht hatt en, war ihnen
bei ihrem Au stritt wiederum
zurückers ta tte t worden3). Die
100 Gulde n aber, welche die
Klosterfrauen aus Valduna mitgebrac
ht hatten4), waren sehr
bald verausgab t ; denn von ihnen
mußten die Baukosten bestritten
wer den für Bauten, die unerläßlich und unaufschiebbar ware n. Da nämlich
das Haus in Villingen baufällig, ung esund, eng und finster, mithin in
diesem Zustande für ein geschlossenes Kloster ganz ungeei gnet war, so
ließ sich ein Umbau des Hauses nicht umgehe n und auch nicht auf-')
s Anh. Nr. 152.
ü Vib. Kap. lö.
3) Vib, Kap 14.
4) Vib, Kap 15. — Bl Urk 1480, 17. April (Montag nach Sonntag Misericor dia
Domini): „hundert Pfu ndt Pfenni ng (100 fl.) Veltkirc h er Wärung . . . Darzu sollen sy
uns alle Jahr uff sant Walpu rgen den Mayt ag geben alledleweyle wir in Leben sind
zwaintzig Pfunt Pfenni ng Ve ld kircher Münß und Wäru ng Lipdingzins . . . und wenn 134