erwählt resigniert gest orben
5. M. Anna Kärgl in . . . ... . .. .
.1418—1437
6. M. Ursul a Krebs aus Feldkirch . . . .
.1437—1457
7. M. Ursula Haid er aus Leutkirch
....14571460—
8. M. Ursula Furtenbach aus Feldkirch . .
.1460—1461
9. M. Ursula Haid er (secundo)........................ 1461 1471 1498
10. M. Elisabeth Gugger aus Feldkirch . . .1471—1474
5. Anna Kärglin. Vn. 119. Nähere s über ihre Herku nft utid Pers on ist nicht
bekannt. Das Gotteshaus hatte in di eser Zeit einen Zuwachs an liegenden Güt ern zu
verze ichnen. Vb. 24.
6. Ursula Krebs (K reps, Kräps, Kräbs ); s. über das Geschlecht S. 37 Anm. 8.
Vn. 331. Heinr ich Krebs und dessen Gem ahlin Margaretha Krebs erschein en ur kundlich
1443 am 2. April (Necrolog. Curiense, W. Juvalt p. 33).
7. Ursul a Haider ist um das Jahr 1413 in der Stadt Leutkirch in Sc hwaben
auf der Leutki rcher Heide, wo der Name Hadder noch heutz utage häufig vorkomm t,
geboren. Da sie früh ihre Eltern, schlichte, fromme Bür gersl eute, durch den Tod verloren
hatte, so wurde sie in zarter Jugend zur Erziehung in das Franziskaner- Tertiare
rinn enklo ster Reute bei Waldsee gebracht, das durch die gottbegnadete, unter
dem Namen der „Gute n Beth“ bekann ten Elis abeth Achler eine besondere Berü hmtheit
erlangt hat. Uber die Beziehungen Ursula s zur Guten Beth s. A. Lud ewig, im „S chwäbi
schen Archiv,“ 30. Jah rg. Nr. 5; Mai 1912 S. 77 ff Spät er kehrte sie nach Leutkirch
zurü ck, ents agte aber, zur Ju ngfrau herangewachsen, der Welt und trat in das Klariss
enklost er zu Valduna , wo sie 1431 die Ordensprofe ß ablegte. Sie fü hrte hier in
Gottes fu rcht und Frömmigkeit ein sehr tug en dreiches Leben. Wegen ihrer hervorragen
den Eigens chafte n wurde sie, erst 14 Jahre alt, 1457 zum erst en Male zur Äbtissin
erwähl t. Nach dreijähriger Verwaltung ihres Amtes resignierte sie wegen ihres Gesundheitszustandes
freiwillig, aber beim Tode ihrer Nachfolgerin im darauffolgenden
Jahre legte die Neuwahl 1461 die Leitu ng des gan zen Konvents widerum in ihre Hände.
Zehn Jahre vers ah sie nun das Amt, da nö tigte anhaltende Kränklichkeit sie zur
zweiten Resi gnat ion. Ihre Berufung nach Villin gen im Jahre 1480 und ihre überaus
ersprießliche Wirksamkeit in dem dort ref ormierten Klarissenkloster kam bereits zur
Sprache. Sie starb daselbs t im Rufe der Heiligkeit am 20. Januar 1498. Ihr Leichnam
ruht in der Klosterki rche . Von den 68 Jahren ihres Ordensl e bens kommen ca. 5<i auf
Valduna, 18 auf Villingen. Vgl. Glatz , Chronik des Bickenklosters. Georg Gai sers
Ta gebüc her, 1648. Mone, Quellensammlung der badischen Landesgescliichte II 475:
In cipio legere vitam b. Ursula e Haiderin, olim abbatissae Valdunensis, deiude S. Clarae
in Villingen. Karl Kiefer, Die seli ge Äbtissin Ursula Haider zu St. Clara in Villingen.
I. Teil: Lebensbes chrei b ung von Prof. Dr. Roder in Überl in gen. Neuer Abdruck, Fran kfurt
a. M. — Ein Peter Haider und dessen Freunde , der Priester Georg von Leutkirch,
sowie dessen Eit ern und Freunde erscheinen als Wohltäter des Klost ersVal duna. Vn.2 68.
Vb. 27. Vn. 339.
8. Ursu la Furtenbach starb im Monat Februa r des Jahres 1461. In der
dritten Februar-Woche wurde all jährli ch die Gedächtnisfeier für die Verst or bene abgehalten.
Vn. 61. Sie ist wahrscheinlich die Schwester des älteren Hans von Furte nbach,
der mit Barbara Münzer aus Feldkirch verheiratet war und mit ihr unter den
beson deren Wohltätern des Gotteshauses „in den erste n Zeiten“ angeführt wird. Vn.
323. — Vgl. Vb. 27. Ganz unzutr effend versetz t Bucel in Rhaet. 453 die Äbtissin in das
Jahr 1544. Ebe nso ist unzutr effend seine Anga be, sie sei eine To chter des oben genann
ten Hans, der 1489 starb.
9. Ursul a Haider (secund o) s. n. 7.
10. Elisabeth Gugger. Vb. 27. Vn. 373. 149