beschaiden. Und den obgedachten Tochtran alle oder weli yr lebent all ir Lybs
narung u. Notturft davon ze thund , als och vor ist beso haid en. Als lang untz daß
sich den obgenant Conv ent u. das Gottshuß oder ir Pfle ger und Verweser erkennet,
daß si innen aber all in Lybs narung und Notturft aber tun wellint nach diß Briefs
Sag und was denselben unsern Frinden über all in Notturft von den Gütern vo rstalt,
das soll aber dem ob ged achten Convent den ye volgen und werd en an all Jrr ung und
soll derselben Gut kh ains nieme r mer eweklich versetzt, verk oft, verk ümbter , verändert,
verw echs let noch den Too htran alle drye, alle die wyl iro nur aine lebt, noch
demselben Gottshus by der Toohtran Leben, noch nach irem Tod si geb int darzu je
willen oder nit in khain Wyse noch Weg entfron dt noch ent fürt werden , weder haimblich
noch öffentlich ungevärd. Wäre aber davor Gott sey, dass yemer dem Land gemainlich
oder besunder oder dem obi gem Gottshus allein Gebrest en oder Ynfall beschächint
, und wider für in das Furinen kömi nt, wie das zu giengi und uferstund>
dass die obgedachten Tochtran by der Pfrun d und by den Nutzen der Güter nit wol
belyben, und je Lybsnarung für und Notturft nit gehan möchtint, so sol len aber den
dieselben Tochtran al ldrye, zwo oder aine, weli den lebt ald aber ir Fründ von jr
wegen Gewal t habe, die ob ged achten Güter sel ber zu besetzen und zu entsetzen und
die Nutz davon zu iro Händen zu nemmen und in selb all Gebrest en und Noth zu
büssn und ze für kommen alss forr die Nutz ye all weg gelangen mugent, alss oft es
zu Schulden konet und als lang es weret all weg in solcher Ordnung als vor ist beschaiden.
Und wen ye dieselben miner Kind Fründ, die Güter dehainest beseyrn t als
vor ist beschaiden, ob es zu schulde n kunt, so sollen sie denselb en Tochtran allen
dryn, oder weli ye lebent, all jr Lybsnahrung und Notturft davon geben und tun, und
dass ybrig yn dem Convent lassen fo lgen, alss och vor ist besc haid en, als sie Gott
darum b antw orten woll en; wär och dass die obigen baid min Tochtran vor mir abgieng
int und sturbint und ich si überlepte. So soll denn ocht dem obigen Gottshus
Vogt e, werden und aigenlich gevallen sin, wass sie verland und soll och das selb
Gottshus in irem Nam en, von iro wegen und an iro Statt warten t sie und dass Recht
und den Gewa lt ha ben, mich gänzlich zu er ben, gel ich als di eselbe min Toohtran, ob
sie dän leptint, vor meniglichen an Irrung un Widerred aber luterli ch durch Gottes
Willen allein usgenommen und Vo rbehalt en minem obgenanten Sun Eberlin ob er den
lebt, ain ganzen dritteil alles mines Gutz und Erbs, was ich verlon und den obige n
mins Sunss Tocht er, ob sie den lebt ain Notturft ir Libsnarung zu End ir wyl und
des och dass selb Gut alles, an dene Gottshu ß ewiklich be lib. Alß vor geschri ben ist,
war aber daß das Gottshus oder Convent ald ir Vogt und Pfl eger von ir wegen , dem
Gottshus dero Güter deha ins entströmtint, als vor geschriben stalt, mit versetzen ald
verkofen ald in welen Weg das wär über kurz ald über lang Zit, so wären du Güter
alles ament wi derumb gevallen an min nächsten und rechten Erben , an menglichs
Irrung; wär och davor Gott syg, daß das Gottshus aller ding zergienge, daß kein
Gottsdienst, Wonung noch Wesen da nie wär, so wärin t aber dieselben Güter wiederum
b gevall en an mein nächste n Erb en. Wird es aber darnach in den nägst en
fünf Jahren widre ufbracht, daß mit Singen u. Lesen Gottsdienst aber da war ungeverlich,
so soltint die Güter allesament aber w iderumb an das Gottshu ß valle in der
Wyse, als vorgeschriben ist, luterlich durch Gotswillen und darumb sond sie mir älle
Jahr zem vierden Mahl ye zue der Fronfasten min Jahrzit beg on, mit Sing en u. Lesen
Abents u. Morgens , mit Vigilien u. Seelmesso n als gewöhnlich ist. Und och darzu
mins Br ueders Frickhe n Kreps se lgen mins Wibs, miner Kinder, miner Vo rdem u. Nachkommen
Jarzit. Wär och ob ich eliche Wiber näm, aine, zwo oder mer u. by denen
Kind gewunen, denen allen Wibern , K indern sollen ihre Recht von Erbß wegen hierin
gänzlich behalten sin nach der Statt Gewohnhe it und Rechten. Das alles ze warem
offen Urkund u. steter fester Sicherheit so hab ich Vorgenanter Haintz Krepß, den
obi gen dryn Tochtran dem obi gen Gottshuß Convent und jren Nachk ommen , disen
Brief ernstlich gebethen besiglen mit der Statt Jns igl zu Veldt kiroh, darunder ich 250