Nr. 58.
Tufers, den 21. Januar 1462.
Witwe Margaret haStuder und Hans Jung schenken dem Got teshaus Valduna
ihr Manns mad zu Pardays (Tufers) und eine Wiese .
Bl.
Jch Margret Studerin Jose Ju ngen sälge n eli che Witt we. Und jch Hans
Jung iro baider el icher Sun baide sesshafft ze Tufers veriehent und tund kund aller
menglich mit disem gegenwürtigen Brief f, das wir mit guter williger Vorbetrachtung
zu den Ziten und Tagen und an den Stetten do wir es mit Recht für uns und all
unser Erben krefft enkli ch wolgetun mochtent Gott dem almächtigen ze Lob und siner
wirdigen Muter ze Eren och ze Hilff und ze Trost aller u nsrer Vor dem Selen, sunderbar
min der vorgenanten Margreten Studerinen mins Vatters Thoma n Stude rs sälgen
Sei. und miner Muter Margreten Studerinen und mins el ichen Gema cheis jren Jun gen
sälgen Sei und allen gelöbigen Selen ze Hilff und ze Trost und alle die wir in unser
Mai nung hab ent. sunder och min des vo rg enanten Hansen Ju ngen eliche Gemachei
Ursel Bä gglin ze ainem bestäten ewige n Almusen aigenlich verschaffet und gegeben
habet, und gebet also wissen oli ch mit Urkund dis Brieffs den erwirdi gen gaistlichen
Fro wen, der Äppti ssi nen und gemainlich den Covent frowen des Closters Sant Claren
Orde ns jn Valdunen genant ze der guldin Mulin in Chure r Bis tum hinde r Rankqwil
gel egen und allen jren Nachkomen daselbs und och nämlich demselben Gotzhuss jn
Vald unen. unser aigen Mansmad gelegen ze Pardays und stosset ainhalb an Fa lksbach,
obnen an der Kilchengutt gat uswert jn das Riet, unden an Jacob May gers
Gutt. Jtem ain Wisli och daselbs gelegen, sto sset zu zwain Siten an deren von Siggbergs
Gut, zu der dritten Siten an Galinen, und obnen an des egenanten Jacob Mayg ers
Gut mit Grund mit Grät mit allen Rechten Gewonhaiten und Zugehörden das vormals
von aller menglichem gantzlich ledig los und unverkümert ist. und gebet jnen
das also wissenkl i ch zu jren Hände n und Gewa lt mit allen den Rechten so wir ald
unser Erben und Nachkomen darin und darzu bisher oder fürba s hin ewenclich hand
gehe pt oder mö chtint han gewunen und also mit dem bedi ng das dieselben Frowen
die jetz ge genwärtig da sind und all jr Nachkomen unser aller hie vorgenannten unser
Jartzit soll et begen achtag vor oder nach der Liechtmeß unser lieben Frowe n mit
Vygily und Selmess und sond der Selen damit und darin andächtenklioh und getrülich
gen Gott gedenken als den jrs Orden s Gewonhait und Ordnung zu söliche n besetzten
Jarziten ist ungefarlich. Des alles ze warem offnen Urku nd und stäter Sicherhait nun
und hienach, so habe nt wir obgenanten Margreth Studerin und Hans Jung jr Sun mit
Flis ernstlich erbet ten den wysen wolbeschaidnen Hanse n Sturn ze Wiler ze diser Zitt
unser gnädigen Herscha fft von Osterrich Landaman ze Ra nkqwil das er sin Jnsi gel
jm und sine Erben an Sc haden für uns und unser Erben gehe nkt hat an d iesen Brieff
darunder wir uns all unser Erben und Nachkomen festenkl io h bindent und verbunde n
habent als es wol Krafft und Macht haben sol und mag. Der Brieff geben ward nach
C rists Geburt tusen vierhun der t und jn dem zway und sechtzigesten Jar an Sant
Agnesen Abent der Hailgen Magth und Martrerinen.
Nr. 59.
Val duna, den 2. Oktober 1462.
Johannes, Weihbischof von Chur, bezeugt, daß die Kirch e und die Altäre im
Kloster zu Valdu na 1398 von dem Bischof Dietrich eingeweiht und jetzt 1462
von ihm, Bischof Johannes, samt dem Kirch hof reconciliirt worden sei.
Wh.
Anno Dom ini millesimo trecentes imo nonage Simo octavo consecrata est ecclesia
et summ um altare a venerabili domino et fr atre Dietrico, episcopo, ordinis minorum
octavo nonas Octobris. Item altare apost olorum est cons e cratum in honorem
sanctorum Petri et Pauli , Johannis Evangelistae, Ja cobi,Bartholomei , Stephani, Laurenty, 18* 275