als des Gottßhaus zugesprochen aigenthumblic h e n Gru ndt und Boden:] nichs desto
weniger nun hinfürter ewigclioh, und gebriebgclich mit allem irem habenden Veoh,
Wun, Waid, Holz und Veld nach aller irer Notturft gebrauch en, nämblichen ir Vieh
darauf treiben und ezen, und sieh bei ihnen in iren Hö lzeren zum Brennen und dem
Gebewen beholzen, und Holz hawen, wo, und an wellichen Orten und Ennden es den
Frawen auch zum fueglichisten, und gelegn isten ist, und obschon die Gemai ndt Rankhweill
ain Holz in den Bann legt, solle n doch die Frawen darunter nit begri ffen noch
behafft sein, sonder möge nn ihrer Gelegenhait nach auch in selbig en verbaute n Holz
[: doch mit wenigist en Schade n zimmlicher, und bil liger maßen:] Zum Brenen und
Bawen Holz haben und feilen.
Les tlich ist abgeredt worden, im Vhal die Frawen des Gottßhaus Vald unen,
oder die Gemai ndt Rankhweill in den H ölzeren wüestli ch, und onzimblich oder ongebürl
ichen Holz zum Brennen, oder Bawen hawen und feilen ließen, soll sol iches alzeit
ainem Vogt der Her rschaft Veldki rch geclagt, und dess el bigen Erkh andtnu s darüber
nachkhomen werden, und dann die in diser Sachen auf gewend te Cöst en und
Scheden bel anngende, da sollen, was über die Obrigkeit, weliche den Spann hie vor
besichttigt, gleichfals den Herren Obman n und seine Herrn Beisizern auferlauff e n
jede Pa rthey zum halben Thail außrichte n und bezallen, was aber yeder Thail für
sich selbs auf vorgehaltenen Tag und anhaut dem gülti gen Tag aufgewendt, jeder
Thaill daselbs one des annderen Entgeltnus entrichten und bezallen solle. Und zum
Beschluß sollen baid Partheyen widerumben ,zu guten Freundten und Nachp arn
gesprochen, zwische n inen hierdurch aller Strit t und Widerwillen aufgehebt, und also
dises ires Spans genzli chen verglichen und vertragen sein.
Nach Eröffnung dieses jez erzel ten güetige n Spruc h und Vertrags haben beed
Thail denselben angenomen, solichen auch durch sich, ire Erben und Nachkhomen
zu geleben und na ehz ukhommen, darwider auch nit zue handl en, zuthuen noch zuvollfieren,
vor genanten Herrn Obmann Leonhard en Jonas mit Mundt und Handt angelobt
, zugesagt und desselbig schri ftl ich besiglet — Ur khundt begert haben , die
inen auch zuge ben bewilliget.
Dem allemnach zuewaren und offenen Ur khundt sol lendt dises güetigen Spruchs
und Vertrags-Brief zween gleichlau t end aufgericht, mit ainer Hand gesc hrie ben, und
jeder Partheyen ainer zugestelt, auch mit obermelts Leonharden Jh onas Ver walter
der Vogtei Neyburg, als erk hißten Obmann auf baider fleißig Bit und aignen hiera n
hangenden Innsigl verfer tig et. [: Doch ime Herrn Obmann, auch seinen ob genannte n
verordneten Herrn Zusazen und irer aller Erben in all weg ohne Schade n : ] also ob
über khurz oder lang die ser Vertrags brief ainer verle gt oder verloren wurde, so soll
der andere nichts destom in der bei seine n Würden und Crefften bleiben , Geben und
Beschechen den ain und zwainzigste n Tag dis Monats Augusth von Chri sti unsers
li eben Herrn, und Seligmachers Geburth gezelt fünfzehen hundert und im vier und
sibenzigisten Jahr. Siegler:
Leonhard Jonas.
Orig. Perg. Das Siegel in einer Holzkapsel verwahrt.
Nr. 109.
Laterns, den 11. Novembe r 1571.
Gall us Gaßne r und Ur sula Mathin, seine Frau, und Joder Gaßn er und
Margareth Lorentzin, seine Frau, verkaufen dem Gotte sbaus e Valdunen etl iche
Pfund jährlichen Zins.
Siegl er: Ulric h A tzger, Landammann zu Rankweil.
früher: Kirche nla de Laterns. 314