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Full text : Das ehemalige Klarissenkloster in Valduna

Die Urku nde ist vom genannte n Grafen Rudolf von Mont fort und vom
Grafe n Heinrich von Werdenberg1) besie gelt und hat folg enden Wortlaut :

Wir Graf Rudolff von Montfort herr zeVetkirch vergeh ent unn tügint
kunt offenl ich mit disem brie f, als wir vorm als Luterlich durch Gotz willen
geben habint Bru der Markwarten von bri chsen unn allen sinen nachkommen
 armen Lüten in ainsidlem Leben die in Bru oder schin wo nent sint
daz hus garte n hofstat Bon gart grund grat wasen zwi holtz veld wasse r
wasserfluß gelegen in kurer Bis tum in dem kilchspel ze Rankwil in dem
wald gena nt valdun ob uns erm wiyer (Weiher ) gelegen da selbs unn alles
daz umb dazse lb hus ist stät oder lit wirt oder wachs et ze Ring umb nach
der Lengi fünfftzig und fünff kla ffter und nach der witi vierzig unn Sechs
klaffter Lang wit unn brait ze niessent ungefärlich unn daz alles sament
oder etwivil besunder mag er oder die vorgena nten sin nachkommen in
friden zunen marke n zaichnen gra ben muren oder zimren ietz oder hie
nach wenn wie oder wie vil ez Inen fügt. Nach dem als wir nu daz getan
 habint so sigint wir und öch unser Swöster Sun Graff hainrich von
werde nberg von San gäns körnen in daz vorgenant hus uff die hofstat
in den wald valdunen unn habint da gesehen den redlichen nützlichen
schinberen buw unn An vang so der vorgen ant Bru der Markwart an dem
egenanten hus unn hofstat getän hat, daz alles als ordenlich unn als redlich
 ist daz wir ze got getruwint daz wir es wol angeleit habin t unn daz
da erberer gotzdienst gefur dert unn gemeret und Got da ge lopt werd daz
uns unn allen den die fro stur unn almusen darzu tund tröstlich unn nützlich
 sig an sei unn an Lib und als wir den schinberen anvang gesehen habint
 so ist derselb unser Swöster Sun Graff ha inrich mit f lissiger erns tlicher
 bet an uns komen unn hat uns der erbetten nach dem als wir vor
darzu geben habint durch gotz willen daz vorgena nt hus unn hofstat als
vor ist beschaiden däz wir denn noch fürbaß er durch Gottes willen darzu
fügint umb daz daz öch da gemachet unn gebuwen müg werden daz arm
Brude r da beliben und Got dester fürderlicher dienen unn Loben mugin t,
und daz wir darzu gebint die ebni unn witi mitenander gelegen ze aller
nächst bi der vorgen anten hofstat von dem Bach der da flösset uß dem
Brunn en genan t guldin müli untz in den an dren bach unn in der witi
als der ober stain stät unn von dem sel ben stain herab in den stain ob
dem wiyer den selben Invang und die witi zwischen! den selben zwain
bächen mit grund mit grät mit Steg mit weg mit holtz mit veld mit stok
mit stain unn mit allen rechte n nütz en frühten unn zugehörden dazu habint
 wir alles mitenander dem egenanten Brud er Markwart, unn allen sinen
nachkomen in ainsidlem schin Luterlich Ledklich frilich durch gotz wille n
ze rechten aignen uf geben für uns unn unser erben unn nachkomen und

Vattern, Herrn Graf Hainrieh von Werdenberg seye diser Ordte n kommen in den Walt
Valdona, Da habe ndt sie gesöhn den redlichen, nützlichen, scheinbaren Bau und Anfang,
 so oft ernann ter Bruder Marquart an ermöltem Ohrt gema cht.“

') Wh. Cista XV. Fase. I. Nr. 2. — Abgedruckt durch Jos. Bergmann a.a. 0. S.135 ff. 11
            
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