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Full text : Das ehemalige Klarissenkloster in Valduna

so lang und vill bis selbe umb gemeltes Capital, Zins und Cösten, da eini ge auf gelassen
 wär en, gänzlich und zu Genü gen ausgericht und beza hlt sein werden, alles
nach der Statt Veldkirch Gebrauch undt Rec ht, threülich und ohne Gefarde Dess en
zu wahren Uhrku nd hat auff unser geziemendes Anhalten der wohl edl gestrenge
und hochgelehrte Herr Jo hann Joseph Gering Med. Dr. der Zeit ambtstragender Statt -
amann zu Veldki rch sei nen aigen Innsigel (doch jhme, dem Ambt und seinen Erben
in allweeg ohne Schad en) auf disen Brief thruckhen la ssen, der da geben ist an St.
Marti ni Tag des 172 4*0“ Jahrs. Can zley

Veld tki rch.

Nr. 168.
Val duna, den 19. Juni 1731.
Kontrakt der Maria Barb ara Reiz beim Eintritt in das Kloster Valduna.

Bl. Fel dk. Vogteiamts-Arch.

Gelobt sey Jesus Christus. Amen.

Mit gegenwärtigen ofent li chen Aufsatz wird kund und zu wissen gem acht, das
demnach zweifelsohne auß sonderbarer S chickung Got tes und Eingeb ung des heiligen
Geists sich die viel ehr- und tugendreiehe Ju ngfrau Maria Anna Reizin, des Herrn
Joann Peter Reiz seel: und der ehr- und tug endreichen Frau Maria Barbara Reizin
gebohrne Ammänin, eheleibliche Tochter, sieh entschlossen, den welt lichen in den
geist lichen Stand zu v eränd eren, und dessentwegen bey der ho chwürd igen Frau Abbtissin,
 Frau Priorin und gan zen Hoch löbl. Convent des Gottsh auß Valduna (S. Clarae
Ordens) demütigst angehalten, .in erst bemelt es Gotteshauß, als und vor eine Chorfrau
 auf- und angenohmen zu werden, we lches bittliches Ansuchen dann in Considerat
 ion gesehen word en, in Ansehu ng des gro ßen Ei fers der Ju ngfrau Competentin,
und derowege n gedachte Ju ngfrau freundlichst auf- und angenomm en.

Daß Zeitliche belan gend (gle ich wie bey dergl ei chen Auf- und Annehmungs
Herkommen, nach Ordens Gebrauch) eine Richti gkeit zu machen, ist mit der ob enanten
Frau Mut ter, Vormünder und Freünden, folgenter Contract und Acord beschlossen
worde n.

1222 Verspricht der Ju ngfrau Co mpet entin Frau Mutt er, sambt dero Vormünder
und Anv e rwanten, dem Gottshauß, auf die Profession vor ihr vätterlich und mütter ­
lich und alle ledi ge Er btheil 1000 fl. sage ta usend Gulden Reichswährung, und gro ben
Sorten den gülden 60 Kr. geraitet, an baarem Gelt, oder in guten richtig flüssigen
und dem Gottshauß anstöndigem Schul dbrief zu geben, und zu erlegen.

222 Neben den 1000 fl. sage ta usend Gulden, verspricht gleichfalls die Frau
Mutt er, Vormünd er, und Ve rwanten 200 fl. sage zwey hu ndert Gulden baar zu erleg
 en, oder alß ein Capital zu verzinsen, mit dem Bedin g, und Vorbehalt, das der
jährliche Zins, von dem Hundert 5 fl. macht 10 fl. von assig nierten und versprochnen
200 fl. der Jungfrau Co mpet entin lebenlänglich zu dero Nothwend igka ite n und Gebrauch
 solle zukommen, Wann aber nach kurz oder lang, das Kind solte mit Tod
abge hen, die vorbenante accordirte 200 fl. sage zwey hundert Gulde n, dem Gotte shauß
 eigenthum l ich incorporirt und ewig verbleiben, sodann ferners jährlichen verzinset
 werden, wie oben gemelt.

3*12 ist accordirt, und abgehan dlet worden, das die vollkommene Außste ür, laut
ertheilten Signiflcation, honoraria, Kostge lt bis zu der Profession, auß Ha ltung der
Gastmahlen, über die Einkleidung und Pro fession, ja wasjmmer für Kost en erfolgten,
alles ohne Auß nahm, fleißig entrichtet werde.

4*2 Mithi n auch aus sonderer Devotion, als ein freywi ll iges ewige s Pium legatum,
zu Fortpflanzu ng der gr oßen And acht zu dem bittren Le yden und Sterben Jesu
Christi, verspricht die ehrw. Mutt er, Vormün der und Freündschafft So fl. sage fünfzig
Gulden als ein Capita l zu verz insen, oder ein versicherte n Capitalbrief einzuhändigen, 362
            
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