um die Erneuerung der Freiheiten und Recht e nachsuchte1), wurde die
Bittschrift von dem Präsidenten und den Räten der o. ö. Lande unter
dem 15. April an das Vogteiamt in Feldkirch gesandt mit der Auffor derung ,
Bericht und Gutachten über das „Memorial“ vorzul e gen2). Das verlangte
Antwortschreiben vom 4. Juni hebt u. a. he rvor:
„Si ntema hlen dann uns ers Wissens bedeutt es Conv ent einen gottseligen,
exemplarischen Wand el führet und die erworbe ne Privilegia khe ineswegs mißbraucht
oder sich derselben unfähig gemacht, also geht unser .. . Gutachten dahin,
daß demselben mit der erbettenenConfirmation willfahrt werden khönne.“3)
Dieses Urt eil machten sich auch der Präs ident und die Räte der o. ö.
Lan de4), sowie auch die „zum gehaimben Rath deputier te Räthe“5) zu
eigen und empfahlen die Bestätigung.
Zu der huldvollen Bestätigung der Privilegien durch die Landesfürsten
aus dem Hause Österreich kamen wie in früherer, so in spät erer
Zeit noch zahlreiche Spende n und Gaben aller Art, mit denen dieselb en
das Gottesha us bedachten. Kaiser Rud olf bei spi e lshalber verlieh im Jahre
1600 der Äbtissin und dem Konvent des Klosters Valduna und anderen
Bewerbern die im Gericht e Rankweil gel egene Alpe Salufer samt zwei
Gedi nen zu Erblehen gegen einen jährli chen an die Fronwag im Hu bamt
Feldk irch zu entr icht enden Erb lehe nszins von sieben Viertel Schmalz und
24 Wertkäsen 6). Erzherzog Leopold, Bru der Ferdinands II., schenkte in
den Jahren 1620 und 1626 dem Klo ster die Summe von 600 Gulden7).
Auch suchte er ihrem Unterhalte dadurch aufzuhelfen, daß er durch eine
Verordnung vom 12. Oktober 16 268) bestimmte, es sollte n jährlich aus
dem fürstl ic hem Hubam te zu Feldkirch sechs Saum Wein an das Gotteshaus
Valdu na verabr eicht werde n. Diese Verordnung wurde mit Urkunde
vom 9. Januar 1749 durch die Regierung in Inns bruck aufs neue bestä
tigt.9) Das Kloster blieb im Genüsse dieser Vergünstigung bis zur
hin ohnablä ssig fortzufahren des so willigs ten als schuld i gsten Erbietens seynd : alß
haben Wir . . . confirmiert und bestättet. “
') Wu. Bittgesuch vom Jahre 1666. Bericht der Regierung aus Innsbruck d. d.
3. Juli 1666. Vgl. Kopialbuch Wallg au 1661—1665 fol. 356.
’) Wu. Oon firm atio privilegiorum. 21. Aug. 1666.
0 Wu. Oonfirmatio privilegiorum. 21. Aug. 1666. Bericht des Vogte i-Amt es. Konzept
dessel ben auch Bl. Feldkirch. Vogte iamt s-Arch.
‘) Wu. Berich t des Präsidenten, Canzlers, Regenten und Räthe 0. ö. Landen , d.
d. Innsprugg, 21. Juni 1666. Oon firm atio priv il. 1666.
5) Wu. Bericht an S. Röm. kais. Maj. von den „zum Gehaimben Rath deputierten
Rä then“. d. d. Innsprugg, den 3. Juli 1636. . . ■
’) Orig.-Urk. vom Jahre 1600 ohne genaueres Dat um. Bl. s. Anh. Nr. 109 a. Siegler:
der Kaiser. Die siebe n Bewerbe r außer Valduna sind: 1. der Guardia n des Gott eshauses
Viktorsberg, 2. die Jonasisc hen Erben, 3. des Landam m anns Michael Ludescher
Er ben, 4. des Landammans Hans Ruesch Erben, 5. Kilians Erben, 6. Flippen von Tosters
Er ben, 7. des Hans Ludescher von We iler Erben.
J Vn. S. 260. — 8) Vr. S. 88.
’) Vn. S. 260, Vr. S. 87. • 52