accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Das ehemalige Klarissenkloster in Valduna

Mit Urku nde vom 31. Mai 1640 verkaufe n Fridlin Nesensohn und
die Geschworenen des Jahre s 1640 zu Sulz mit obri gkei tlic her Bewilligung
dem Gotteshause Valduna ein Stück „Almwein, aufm Alpweeg gelegen“.
Der Kaufp reis von 15 fl. Feldkircher Währung wird von dem Klo ster bar
entrichtet!).

Durch Urku nde vom 22. Dezembe r 16 412) trifft das Kloster mit der
Gemeinde Later ns das Übereinkomm en, daß diese statt des vom Erzhause
 Österreich dem Gotteshause verliehenen und bishe r auch jährlich

von ihm eingezogenen sog. Gytzi-Zehend forthin
jährli ch auf Allerseelentag einen Gulden „zu fünfzehn
Batzen oder Sechzig Kreutzer“ Fel dkir cher Währun g
gerechnet, nach Valduna schicken soll.

Von besonderer Wichtigke it für Valduna war der
Ankauf des Weihers im Jahre 1656. Laut Urkunde
vom 23. April3) verkaufen die Ach tzeh ner, Geschworenen
 und die ganze Ge meinde Rankweil der Abtissin
Maria Seraphina, der Priori n und dem ganzen Konvent
des Gotteshauses Valduna mit Bewilligung des Orden s visita tors Dr. P. Gabri el
Mayer um den Preis von 1437 fl. den beim Kloster gelegenen Weiher. Als
Kaufpreis entrichtet das Kloster bar 162 fl., der Rest wird durch Übergabe
 von Schuldbriefen über in den Gerichten Rankweil, Sulz und Jagbergau
 shafte nde Kapitalien gutgemacht.

In einem Rezeß für das Gotteshaus Valdu na d. d. Ems, 8. Ja nuar
16104) veror dnet Erzherzog Maximilian zu Österreich, daß es in betreff
 der Zinsen an Schmalz , Käs, Korn, Wein, Flachs ud gl., die den
Gotte shäusern , Spitälern, Pfründen und Ämter n seit 100 Jahren und mehr
dargereicht word en, noch zur Zeit unverändert bei den alten Vers chreibun ge n
verbleiben solle. Dann obwohl es gut wäre, solche gleichfalls nach der
Norm der gebräuchlichen neuen Zinsverschreibungen zu red uzie ren, so erhöben
 sich doch schwere Bedenken dagegen, indem den Gotteshäusern,
Pfründen und Spitälern dadurch der Unterha lt geschmälert würde, auch
bestehe ein große r Unterschied in dem, was öffentlichen Ämt ern und
frommen Anstalten und was einzelnen Privatpersonen gezinst wer de. Solch
alte Güterverschreibungen seien „aufgeri cht “ worden in den Jahr en 1427,

') Bl.Orig.-Pergament-Urkunde, s. Anh. Nr. 123 S iegler: David Frickh, Landamman
beider Gerichte, Rankweil und Sulz. Das Siegel in einer Holzkapsel wohl erhalten.

’) Bl. Origina l-Papi er -Urkun de, s. Anh. Nr. 124. Siegel des K losters Valduna und
der Gemei nde Laterns.

3) Bl. s. Anh. Nr. 125. Siegler: Johann And reas Pappus von Tratzberg, Hauptmann,
erzfürstlicher Pfandinhaber der Herrschaft Hohen-Gundelfingen, Vogteiverwalter der
Herrschaft Feldkirch; Johann Christof von der Halden, Hubmeister, und Martin Tatt,
Hofschreiber der Herrschaft Fe ldkirch. Alle 3 Siegel fehl en. Vgl. Ib. Pr. — s. Kap. 8.

b Sternbachsches Archiv. Origi nal -Papi er-Urkunde, s. Anh. Nr .111 a. Siegler: David
Papp us, Hauptm ann; Diethelm Ülin; Michae l Witw eyler. 62
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.