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Das Trockn en auf Schollenständern oder
Horden ist bei Klitsc h torf, der fehr stark schrumpft
(Vs bis y7 feine s Raumes ) nur mögli ch, wenn
man die Ziegel auf Bretter legt, was die Kosten
fehr erhö ht.
Der Kl itschto rf hat gegenüber dem Ltic h-
torf fol gende Vorzüge:
1. Daß holzreicher Torf und Abraum ver
arbe it ungsfähig ist.
2. Daß der Klitfchtor f sicherer trocknet,
falls es nicht bald nach der Auslegung regnet,
als der Stichtorf und einmal trocken nicht so
leic ht wieder Wasser anfnimmt.
3. Daß das abzutor fende Moor unent
wässert sein kann, so daß nur der Trockenplatz
gut entwässert sein muß.
4. Daß der Klitschtorf besser (di chter und
fester) ist als der Stichtorf.
Mängel der Klitschtorfbereitung:
1. Sie e rfordert mehr Arbeit.
2. Braucht Klitschtorf unter allen Torf
arten den größ ten Trockenp lat z.
3. Sind Gruben für Master nötig, die in
der Regel nicht mehr ordentlich ausgefüllt
werden, fo daß in v ielen Füll en eine für die
Kultu r untau gliche Flur zurückbleibt, nament
lich dort, wo der zu bes eit igende Streutorf eine
große Mäc htigkeit erlangt.
2 b) Grc htorf *).
*) Nach einem Beispiel im Ob erpfäl zer Wald
( siehe Öster r. Moor z. 1905, S. 61 und Schreiber,
„Brenntor f- und Torfstreuindustrie in Skandinavien").
Vorarbeiten für die Gußtorfgewinnung.
Das auf dem Moor wachsende Holz wird weg
gehauen und die oberst e 10 bis 2O mächt ige
Moorerde samt Pflanzenwuchs weggeräumt und
hierauf das Grabennetz angelegt. Die Gräbe n
sind 1 m tief, oben 2 m, unten 0'5 m breit . Für
die Grabenherstellung werden 20 Pf. für den
laufenden Meter be zahlt, wobei der gewonnene
Sticht orf den Arbeitern gehört. Der Ha upt
g raben besitzt eine Schl euse, die nach Beendigung
der Torfg ewinnung g eschlof fen wird, damit
während des Winters der ganze Stich unter
Waster steht, so daß der Frost nicht schaden
kann.
Der Zuf ahrts weg ist, soweit er nicht auf
Ge steinsboden verläuft, ein mit Torf schwach
überkarrte r Holzprügelweg .
Vor richtungen für die Gußtorsgewin
nung:
1 hölzerner, oben und unten mit
Eisenblech besch lagener Model (siehe
Abbildung „Form gitter für Guß
torf ", Fig. 12); er hält b eiläufig
15 Jahre und kostet.................. M. 7'—
1 Tor fkarre n, ein gewö hnl. Schieb
bock, für die be arbeitet e Torfmaste „ 8'—
1 Wasterschöpfer............................... „ —‘80
1 Klaftermaß zur Einstellung des
Trockentorfes, er faßt Torf von
40 Modeln — 560 Stück ... „ 7‘—
Sum me. . . M. 22'80
Die genannten Werkzeuge stellt der
Torfwerksbesitzer bei, w ährend
Schaufel, Stockhaue und Holz
hacke die Arbeiter besitzen müsse n „ 5'20
Summe. . . M. 28'—
He rstell ung von Gußtorf.
Die Torfge w innung d auert gewöhnlich von
Mitte Mai bis Ende Juli. Meist arbeitet ein
Mann mit se inem Weibe und den Kindern,
manchmal zwei Männer zusam men. Der Monn
gräbt den Tors und wirft ihn in die Torfwanne,
b. h. eine Grube, in welc her er unter Waster-
zusatz dur c hgearbeitet wird. Das Weib führ!
dann den zähen Tor fbrei mitt els des Torf
karr ens auf das Trockenfeld. Für je 50 Klafter
= 28.000 Torfziegel ist ein Trockenfel d von
V2 Tag werk 34 a. nötig, wobei zwisc hen den
Modeln Streifen von Fußbreite freibleiben. Die
Form wird zu erst in der Nähe der Torswanue
hingele gt, der Brei h inein ent leert und gleic h
mäßig verteilt. Hierbei sind meist Kin der be
hilflich, die mit einem kleinen Schäufelein den
Torfbrei in die Form eindrücken. Dann wird
die Oberfläche mit einer S chaufel eben ge
strichen. Ist ein neuer Karren Torfbrei herbei
geholt, wird der Model gehoben, neben die erste
Lage Torfziegel gelegt und aberma ls mit Torf
brei gefüllt.