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noch dann und wann zu beob achten ist, über
den umgebenden Hang, dessen Wald er begrub.
Aus dem genannten Grunde zeigen manch e
Möser, z. B. Nr. 29 (Pr ofil VIII, Taf. 19)
ein ganz besonders gro ßes Gefälle, in un serem
Falle 14m auf 320m. Während dieser feucht
k alten Periode tre ten die Gletscher wied er tiefe r
ins Tal. M anche Wälder, die bis dahin nicht
versumpft waren, fallen der Vermosung anheim,
d. h. es bild et sich unter Mitwirkung der Torf
moose primäres Bruchmoor, namentlich in der
an Niederschlag reichsten Zone des Gebirges
(um 1000 m herum). In der Rheinebene
aber war das Klima zu mild, der Nährst off
reichtum des zufließend en Wassers zu groß, als
daß die rasch wachsenden Riedpflanzen ihre
Herrsch aft den langs am wachsenden Torfmoosen
hätten abtreten müssen.
Mit dem Ausgange der jüngeren Moos
torfbildung trat en die Gletscher allmählich wieder
ihren Rückzug an, je nach der Himmels gegend
und dem Gefälle bald schneller, bald langsamer,
bis sie sich in der derzeitigen Höhe von bei
läufig 2600 m dau ernd behaupte ten. Die Wald
gre nze, die bei der Bildung des jüngeren, wie
deS äl teren Moostorfes niedriger war als heute,
ist höher geworden. Die Reiserpflanzen, denen
sich die Lats che zuges ell te, haben die Oberfläche
der Moosmoore wieder erobert. Die währen d
der Moostorfbildung her rschen den Pfl anzen,
Weißmo os, B eise, Schlamms egge usw. wurden
immer mehr und mehr zurückgedrängt und
konnten sich nur in einigen Pfützen größerer
Moore und in den hvchs t gelege nen Riedmösern
behau pten, in kleineren und tiefer ge legenen
Mo oren sind man che dies er Pflanzen ganz aus
g estorben, kurz, wir befinden uns gegenw ärtig
in einer trock enen, kühlen Per iode. Mit
dem Rückzüge der Gletscher wurde auch Platz
für neue Torfbi ldungen geschaffen. Es sind
Riedmöser, größtenteils Moore über der Baum
gre nze, welche ähnli ch den hochnordischen Mooren
einen lockeren , durchwe gs wenig mächtigen (1
bis 2 m) Torf aufweisen, der keinerlei periodische
Schic hten unter sche iden läßt und niemals einen
Schilftorf kern aufweist, wie ihn manche der
niedrig gelegenen Möser hab en.
Es sind also jene Moorbil dungen, die, wie
oben schon erzählt, zum Teil von Lawin en
wieder abgetragen werden. Sol lten beim Wieder
eintritt einer k alt-feuc hten Periode die Gletscher
wieder gegen die Täler v orschreit en, dann werden
voraussichtlich die Riedmöser wieder wegrasiert
werden, wie es wahrscheinlich schon manche m
hochgelegenen Moore in der Zeit der Bildung
des jü ngeren und äl teren Mooc-torfes passiert
sein mag. Einige Moore dü rften allerdings
nicht weggerissen, sondern überkarrt word en sein;
doch sind mir sol che Fälle nicht aus Vorarlberg,
sondern aus den Nachbarländern bekannt.
Der Klimawec hse l, wie er in den Torf
schich ten seinen Ausdruck fi ndet, wäre durch
örtliche Verhältnisse zu erklären, wenn diese
Ersch einu ng nur in Vorarlber g auftrete n wü rde;
das ist aber nicht der Fall. Dieselben Schichte n,
welche wir in Vorarlberg ken nen gelernt, habe
ich in Salzburg und in den Sudetenländern
genau stu diert und in Nor ddeuts chland und
Süds ka n dinavien beobachtet. Auch waren es
zu erst Ausländer: der Sk andin avier A. Blytt
und der Engländer Geikie, welch e den perio
dis chen Klimawechsel auf Grund der Moor
forschung en ihres Heimatlandes beha upteten.
Die Zo nen, innerhalb welcher sich die einzelnen
Moorgruppen entwickelten, sind, nach der ver
schiedenen geographischen Breite des Moor vor
kommen s, bald nach oben, bald nach unten
verschoben und selbstverständlich auch in dem
se lben Lande nicht gleich, wie ich das in der
Moorzeits ch rif t 1909, S. 55 des n äheren aus
einandergesetzt habe. .
Aus der Entwicklungsgeschichte der Moore
läßt sich feststellen, ob und unter welche n Um
ständen heute noch T or fbildung stat tfindet.
Die Rie der, die sich seit Beginn der Torfab
lagerung bildeten, können auch heute noch weiter
wachsen, vorausgesetzt, daß der Mensch, was in
Vorarlberg selten der Fall ist, die Sumpfpflanzen
sich selbs t überläßt, d. h. sie nicht müht, so daß
ihre Reste im Wasser vertor fen. Die Rhein
regulierung und Entwässerung der Rheinmoore
hat heute die Sum pfbildu ng sehr eingeschränkt
und dadurch der Moorbildung im groß en Stile
ein Ende bereitet. Die Riedmöser über der der