Bekleidung, Ausrüstung, Hochtouren.
Schrun s ist ein Alpendorf. So warm die Tage sein können, so fris ch und
kühl sind oft die Abende, Nä chte und Vormittage. Wetterstürze und Schneefall
im Hochgebirge bringe n oft große Abkühlung. Mitnahme von warmer
Kleidung sei daher dringend angeraten.
Während sür Spaziergänge einfache Kleider und Schuhe genügen, ist
für Bergwanderungen derbes, leicht genageltes Schuhwerk unerläßlich.
Auch ein ordent liches Wa nderkleid ist zu empfehlen. Es ist ebenso ungesc hickt
wie bemühend als auch leic hts innig und unv erantwortlic h, auf Bergwegen
oder gar im weglosen Gelände mit Halbschuhen, Stöckels chuhe n usw. und
ohne jeden Wetterschutz herumzulaufen, besonder s in Hochlagen. Wetterstürze
und Ge lün deschwi erig keiten könn en den Leicht sinnigen in Lebensgefahr
bringen, wo der Gutgerüste te sorglos wandert. Die Alpen erfordern
Achtung. Man geht auch nicht in der Le derhose in die Oper.
Die Ausrüstung für Hochtouren mit Bergstiefeln, Wetterschutz, Seil usw.
ist selbstverständlich, so wie diese Touren auch nur für Ge übte sind und eine
Borsc hulung und Fü hrung durch den berufenen Bergführer nötig machen.
Für lei chtere Touren könn en mehrer e Gäste einen Füh rer nehmen. Die
Auslagen sind dann gering, die Vorteile umso größer.
Naturschutz, Pf la nzens chutz, Heimatschutz.
Die Alpennatur ist für alle da. Auch hier geht Gemeinnutz vor Eige nnutz.
Es geht nicht an, als Blumenräuber die Alpe npflanz en auszurotten, um
seine persönliche Eigensucht zu befriedigen. Die Alpe npflanz en sind deshalb
geschütz t, die seltene n dürfen auch in einzelnen Stück en nicht gepflückt werden.
Die Bergwacht, die Polizei, die Grenz- und Zo llorgane , Bergführer usw.
sind verpsl ichtet und berecht igt , die Frevl er anzuzeigen.
Es geht auch nicht an, sinnlos in den Bergen herumzujohlen, die Bergst
ille zu stören, das Wild zu hetzen , mut willig Steine ab zulassen, Feuer anzumachen
usw.
Es geht auch nicht an, dem Bergbauern das Vieh zu verjagen, Ziegen
mitzulocken, die Wie sen zu zertr ampe ln. Die Weid en sind für's Vieh, die
Wege für die Menschen.
Wegtafe ln sind zum Lesen und Orten, nicht zum Speerwerfen mit Bergstöc
ken oder als Zielscheibe zum Steinwerfen.
Die Gatter (Tore) an den Alpzäunen und Weiden müssen geschlossen
wer den nach dem Durchgang, auch wenn dies nicht angeschrieben steht .
Beim Freibad, Sonnenbad, Entblö ßen des Oberkörpers, beim heißen Anstieg
usw. — wogegen niemand etwas einzuw en den hat — nehme man
immerhin Rücksicht auf die Ansichten Andersgesinnter, der Einheimischen
besonders in der Nähe der Siedlungen. 8