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10. M ontav on gehörte stets zum Stande und Gerichte Blu
denz, und es wurde jähi lich zu St. Peter, in der Nähe
der Stadt, das Märzeagericht für diesen Stand geha lten.
Erst 1775 erhielt es ein eige nes Gericht, und einen eigenen,
den ersten und letzten Landamann.
11. Sonnenberg, mit dem alten Hauptort Nüziders, war
durch Bludenz in zwei Theil e geschieden: den vorde m im
Walgau, und den innern im Klosterthale.
12. Die Stadt Bregenz, welche die freie Wahl ihres Stadt
ammanns 1643 erhielt.
13. Hofrie den, die Um gebung von Bregenz.
14. Hofsteg („unser Hof über dem Steg" ), mehrer e Orte am
linken Achufer, vom See bis zum Ei ngang in den Bregenzer
wald.
15. Lingenan mit Hittisau und Sibratsgfäll seit 1338 vom
innern Walde getrennt.
16. Albe r s ch wend e erst um 1600 eige nes Gericht, früher
zil Lingenan gehörig.
17. Sulzberg mit Rifensberg, Oberlaugenegg und Bolgenach.
18. Mittelberg Stand und Gericht seit 1563, dann
19. Tannberg erst seit 1639.
Zu diesen kamen noch 5 Gerichte, welche jetzt von Vorarl berg
ge trennt sind, und das bairische Landgericht Weiter bi lden: Hohenegg,
Grün enbach , Si mm erberg, Altenburg und Kelh öf, die letzte n zlvei
wurd en erst 1604 in den Rang eines Sta ndes ausgenommen.
Blumencgg, St. Ger old und Hohenems mit Lustenau hatten
eigene He rren, und zäh lten nicht zu den Ständen Vorarlbergs.
Seit die Landesherren Vor a rlbergs so mächtige Monarchen
wa ren, mußten die Vorarlbe rger ihrem Rufe auch in ferne Lä nder
folgen , und die Stände sandte n dein Könige und Kaiser Ferdinand I.
mehrmals Trup pen nach Ungarn gegen die Türke n, welche dort
mit Auszeichnung kämpften.
Die ser redliche und milde Kaiser hinterließ drei Söhne, die
sich in die Regierung der Erbländer theilten: den eb enso edlen und
gemäßigten Kaiser Maximil ian II. (1564—76), welc her Oester
reic h, Böhmen und Unga rn; den Erzherzog Karl, welcher Steier- Steier-