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Full text: Leitfaden der Geschichte Vorarlbergs an der Hand der österreichischen und allgemeinen Geschichte für die Volksschulen

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zum westfälischen Frie de n. Schweden und Frankreich trugen 
deutsc he Länd er als Krie gsent schädig ung davon; die öster reichischen 
Besitzungen im Elsa ß, Metz, Tout und Verdun waren der Preis 
für Frankre ich. 
Der Schauplatz diese s 30jährigen Krieges war in den ersten 
Ja hren von Vorarlberg weit entfernt; indeß wurde damals das 
Oberland von einem in Graubüudten entstandenen Kleinkrieg beun­ 
ruhigt, welcher ebe nfalls durch religiöse Entzweiung ge nährt wurde . 
Vou uu serm Landesausschuß wurden meh rmals einige tausend Manu 
dies- und jenseits der Luzienstei ge verwendet, und im Jahre 1622 
fie len die Bündner mit andern Schweizern in's Montav ou ein, 
brandschatzten, und bedrohten Bludenz, wurden aber von den Unsrig en 
vertrie ben, wobei die Montavoner im Prätiga u Wiederv ergelt ung übten. 
Von Seite der Schwed en drohte uns ernste Gefahr, als 
Gusta v Adolf in Sc hwaben erschien, und im Frühlinge 1632 sc hwe­ 
disc he Strei fho rden in den Seegegenden plünderten und brand­ 
schatzten. Sie Näh erten sich uns ern verschanzten Gränze n, fie len in's 
Hoheneggische ein, und vertrie ben ein Regiment bei Scheidegg, wel­ 
ches das Land bewachen sol lte, zogen aber wiede r ab. 
In den Jahre n 1633 und 34 erschienen sie wieder am schwä­ 
bische n User des Bodens ee, in Coustauz, und selbst auf Schweiz er­ 
boden, Buchhor n (jetzt Friedrichshafen) wurde zu einem feste n Waf­ 
fenplatz von ihnen umgeschaffen, von wo aus sie die Gegend schreckten, 
bis in Folge der Schlacht bei Nördlingen sich diese Pla gegeist er 
wieder entfernten. 
Am Untersee und in Sc hwaben rauf te man sich in den fol­ 
gen den Jahren immerfort, der Vorarlberger Landesausschuß ward 
oft aufg eboten, der Aufwand für diesen, für Durchmärsche von 
Truppen, und für Bef estig ungen be lief sich auf gewaltige Summen, 
und verschuldete das Land; und zu allem Ung lücke trat noch eine 
unselige Spaltung der Stände des Ober- und Unterlandes ein, jene 
wollten diesen, den zunächst bedrohten, nicht mehr ferner beistehen, 
und eine eigene Vertheidigungslinie bei Gözis errichten. 
Dieß lähmte den einmüthigen Widerstand als der sc hwe dische 
Fe ldherr Gusta v Wrangel am 3. Jänner 1647 vor den nicht im 4
	        
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