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Full text: Leitfaden der Geschichte Vorarlbergs an der Hand der österreichischen und allgemeinen Geschichte für die Volksschulen

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3. September 1796). Erst am Rheine konnten sich die flüch tigen 
Franzosen wie der sammeln. 
Der österreichische Erzherzog wandte sich nun rasch gegen 
Süden, um Moreaus Heer von Frankre ich abzuschneiden, und dieser 
mußte sein ganzes Feldherrngeschick anwenden, um ungeschlagen 
wie der über den Rhein zu kommen. 
Glücklicher kämpften die Franzosen in Oberitalien unter dem 
ju ngen General Napoleon Bonaparte, einem Corsen von ge­ 
meiner Herkunft, die Oesterreicher unter dem alten, tapfern General 
Wurmser kämpften vergeblich mit der hartnäckigsten Tapferkeit, die 
Lombar dei fiel in die Hände der Feinde, und Bonaparte drang 
selbst bis Kärnthen vor; da schloß endl ich Ka iser Franz II. den 
Fried en zu Campo Formio (1797). Oesterreich trat das Mai­ 
län dische und Belgien an Fran kreich ab, und erhielt dafür das Ge­ 
biet der nun aufgeh obe nen Republik Vened ig mit Dalmatien. Das 
deutsche Reich verlor das linke Rheinuf er au Frankreich. 
Die Schreckensherrschaft war unterd e ssen beseitigt und die 
höchste Gewa lt in Frankreic h einem Direktorium von 5 Män­ 
nern übergeben word en, mit zwei Rathsversammlungen zur Seite 
(1795—99). Die Zerrüttung in der Republik nahm indeß nicht 
ab, und die ei gentl iche Macht des Staates kam in die Hand des 
Militärs, an dessen Spitze Bonaparte stan d. 
In unserm Nachbarlande, der Schweiz, kam es 1798 zur Re­ 
volution. Die französischen Bezirke geriethen in Aufruhr, französi­ 
sche Trup pen unterstützten dieselben, und drangen in die mit tlere 
Schweiz vor, Bern ergab sich nach einigen blutigen Gefechten, die 
Urk antone leisteten noch verzweifelte Gegenwehr, und unterlagen nur 
der Uebermacht. Die Schweiz wurde be raubt, dann in eine neue 
helvetische Repub lik mit 19 Can tonen unter Frankreichs Bot­ 
mäßig keit umgewandelt, und mrlßte 18,000 Mann zum französischen 
Heere stellen. 
Auch in It alien schufen die Franzosen neue Republiken, eine 
cisalpinische, ligur ische und römis che; den Papst Pius VI. führ ten 
sie gefangen nach Sa vona, wo er starb 1799. 
Endlich trat diesen Uebergriffen zu steuern, eine zweite 
C o a l i t i o n der Mäch te zusamnwn: Oesterrei ch, England und Rußland.
	        
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