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wieder in unser Land ein, da beschloß Kaiser Konstantins II. selbs t
in's Feld zu ziehen, sein Feldher r Arbetio erschien im Rheinthale,
die Alemannen rieben dessen Vorh ut auf, wurden aber von der
Hauptmacht der Römer, wahrscheinlich in der Ebene bei Lustenau,
gän zlich geschlagen und zerstreut.
Dieser Schlag wirk te nur auf kurze Zeit, in wenig en Jahre n
erschienen sie schon wieder, und waren in der Folge zeitweise Herren
des Landes, indem es die Römer immer wenig er zu schützen ver
mochten, da ihr Reich von den Einfällen noch roher Völker an
allen Grenzen in Europa und Asien bed roht war. Im Jahre 395
wurde es in zwei Theile get heilt, das oströmische Reich hatte
an der von Kaiser Constantin benannten Hauptstadt Constantinopel
seinen Mittelpunkt; das weströmische, mit der alten Hauptstadt
Rom, fristete noch ein kurzes Dasein.
§ 3.
Die Völkerwande ru ng. Untergang des weströmischen Rei ches.
So wie die Alemannen nach Süden drä ngten, und sich neue
Wohnsit ze erstritten, so bestürmten and ere germanische Völkerschaften
die römische Grenze am Rhein e uni) an der Donau bis zur Mün
dung beider Flüsse, und die Römer warm endl ich gezwungen, meh
reren derselben Wohilsitze innerhalb ihres Re ichsge bietes einzuräumen,
so den Westgothen in den Gegenden beiderseits der Pyr enäen, den
Burgundern im südöstlichen Galli en.
Der Grund dieses Dräng ens der Völkersc haft en nach Süden
und Westen war der, weil von Osten her neueingewanderte Völker
die westlichen aus ihren Wohnplätzen vertrie ben hatten, und auch
zwangen neue zu gewinnen.
Namentlich war das wilde Nomad envolk der Hunnen aus
den Steppen Mittelasiens um 370 an der unter n Wolga erschienm,
hatte dort die Alanen besiegt und unterworfen, und sich dann auf
das Reich der Gothen gestürzt. Die Westgothen wur den in's
römische Reich ausgenommen, die Ostgothen unterwarfen sich den Hu nnen.