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Full text : Die Feldkircher Unruhen von 1768

VII —

fürchten. Warum soll ein bei uns bish er so schweigsanies
 Zeitalt er nicht auch einmal in ausgiebigerer
Weise zum Worte kommen? Außerdem muss der Erzähler
 einer Stadtgeschichte zunächst die Bewohner der
betreffenden Stadt sich als sein Publicum den ken,
und den Feldkir chern biete ich g ewiss nichts, was sie
für überflüssig oder allzuweitläusig erachteten, sel bst
nicht in den Anmerkungen. Zur Erziel ung eines bessern
Verständnisses konnte auch die Einleitung nicht weggelassen
 werden, namentlich durfte für minder geschichtskundige
 Leser die Charakteristik des Gr afen Rudolf
von Chotek nicht fehlen.
Soll ich, um die zahlreichen Freunde des Autoritäten-Glaubens
 in Vorarlberg für diese Darstellu ng
zu gewinnen, noch den Ausspruch eines bedeutenden
Gesc hicht sforsc hers anführen? Wohlan, hier ist er!
Zellweger, der Historiograph Appenzell s , sagt im
Vorworte seines berühmten Werkes :
„Von der Ge schichtsch r eibung in einer Special­Geschichte
 habe ich die Ansicht, dass der Verfasser
einer s olchen gar nicht zn besorgen habe, zu sehr in
die Einze lnhe iten einzutreten, dass er vielm ehr sich bemühen
 solle, die Person en sovie l möglich handelnd und
redend einzuführen."
            
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