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und wolf gefähr den den Wald, hiruz (Hirsc h) und haso, aro (Aar,
A dler) und hapu ch (Habicht) werd en gejagt; and ere Vogel sind wiio
(Weih), sparo (Sperling), finco und gauh (Kuckuck); wisul a stell t dem
scero (Schermaus, Mau lwurf) nach, pint liefern Honig, wenige r ange
nehm sind wafsa (Wesp en, Wesp e) und hornazz a, fleoga und mucge.
Eine wichtige Q uelle für sprachli che Erkenn tnis sind die in den
Urkunden geboten en Personennamens, die bis ins 10. Jahrhunder t
in ihrem Wortsinn verstanden wurden, daher im Fluß der Sprache
blieb en und die Wandlungen der Mundart in der Aussprache mit
m achten. Daher kommt es, daß die Schreibung desselben Namens
nach Landschaft und Zeit wechselt, z. B. ale mann isch: Hrötpert vor
762, Hroadbert vor 780, Ruod pert vor 800, Ruadpe rt nach 800, heute
Rupert, Ruprecht und Robert. Der Reichtum an sinnigen und klang
vol len Namen mit ihren Kurz- und Koseformen ist unerschöpflich.
Bis zum Jahre 1200 sind die deutschen Namen mit wissenschaftlicher
Treue g esammelt und erklärt von Foerstemann und Jellmghaus.
Für Vorarlberg sind die deutschen Namen in Helboks Regesten
zu finden und geben nicht nur für den Sprachforscher reiche Ausbeute,
sondern ge währen auch Einblick in das Allmähliche Vordringen
deutscher Siedlung und deu tschen Wese ns. Wir sehen, wie im Ober
land die rätoromanischen Namen immer mehr zurucktreten und ver
schwinden, die deutschen immer weiter sich ausbreiten. Die Ergänzung
über die mühevolle Ar beit der Besiedlung ze igen die Flurnamen; das
ist ein Gebiet, auf dem für die Heimat kunde noch viel zu tun ist.
Jins ist in alten maeren Wunders Dit gefeit/
Das Kloster St. Gallen hatte durch Ja hrhu nderte eine führende
Stellung in wissenschaftlicher und künstlerischer Tätigkeit. In großer
Zahl waren gelehrte Mönche bestr ebt, die deutsche Sprache neben
der lateinisc h en zu pflegen. Die größten Verdienste in di eser Richtung
erwarb sich NotkerH, de shalb der Deutsche genannt (950—1022). Seine
Ue bersetzung en theolog ische r und philo sophi scher Werke haben fast
durchaus eine sin nlich klar e, di cht erisch sc hone Sprac he. Sie sind
Ansät ze zur Bildung einer deutschen Schriftsprache. Zu gleicher Zeit
wurden aber de utsche Stoffe in ( atei nisc her^Spr ache behandelt. Das
schönste Werk dieser Art ist Ekkeharts Waltharius. Die Nonne
HrotsuitH von Gandersheim verfaß te acht Legenden, sechs Bühnen
stück e und zwei Erzähldichtungen in lat einisch er Sprache. Von
unbekannten Verfassern sind ein Tierepos, Ecbas is, und der Aben
teurerroman Ruodlib erhalten.
Dagegen sind schon im 9. Jahrhundert zwei Dichtungen von kü nst
lerisc her Eigenart und hoher Vollendung erschienen: der HeliandH
0 Vgl. Piper (39), S. 63—65.
2) Vgl. Piper (39), S. 337—439.
3) Vgl. Piper (39), S. 32 1—335.
ๆ Vgl. Piper (39), ริ. 159—185.