Brauchbare zu rück und wer Lust hatte, konnte ück im Werfen
italienischer Handgranaten üben oder die massenhaft berumliegende
Infanteriemunition sammeln. Abends gab es prächtige Beleuchtungseffekte
durch abgeschossene it alienis che Leuchtraketen.
In Ausnutzung der vielen freien Zeit org ani sierten kleine re
G ruppen der Kompagnie auf eigene Jaust Vorstöße ins Feindesland
und gelangten auf diese Weise bis in die große italienische Orts
chaft Falcabe. Die italienische Bevölkerung be obachtete das
Treiben der Oesterreicher anfänglich mit fur chtsamen Augen, sah
aber bald, daß ihr Keinerlei Gefahr drohte und fand sich schne ll in
die geänderten Verh ältnisse . Da die Bewohner Keine feind selige n
Akte unternahmen, Konn ten sich die österreichischen Patrouillen in
aller Ruhe dem un gestö rten Genuk des reichlich und billi g fließenden
Thiantis hingeben, um dann im ehemaligen italie nische n
Offi ziers kasino ungestört ihren Dusel auszuschlafen. — Bei dies en
Streuungen w urden auch die beiden 2l-em- Geschüt ze entdeckt, die
so oft ihre verderbliche Lad ung gegen die eigenen Stellungen gespien
Hat ten. Während die Geschütze se lbst mit zersägten Achsen neben der
Stra fte standen, lagen die Protzen und Richtmaschinen in einer
ben achbarte n Kleinen Schlucht, in die sie über den Hang hinunterbefördert
wo rden waren.
In F a l c a d e b efand sich ein gutangelegter Soldatenfriedhof.
Das Suchen nach Gräbern von Kameraden, die am 5. Oktober 1916
auf der v e tz - S t e l l u n g gefallen waren, hatte Kei nen Erfo lg, da
die Kleinen Grabsteine größtenteils nur Nummern trugen.
Am 5. November wurde die Kompagnie auf Furca- Alpe
durch die Pozzaner Standschützen abgelöst und nach Meida
verlegt.
Die eigene Kompagnie hatte an dem Tage, an dem sie die
Stellung verließ, einen Gesamtstand von 3 Offizieren und 125
Mann. (Ober leutnant A m a n n war am 3. April 1917 auf unbestim
mte Seit des D ienstes entho ben und Ob e rleutnant Bösch zu
anderweiti ger Verwendung abkommandiert worden.) Durch die
diesmal mit Erfo lg betriebene Ein berufun g der Abko m mand ierten
er gänzte sich die Sahl der Mannschaft schon nach wenigen Tagen
auf 200.
Am 7. Nov ember wurde in D i g o eine Art Heerschau über die
in die sem Bereich befindlichen Standschützen abgehalten und ans
chließend für alle Formationen Marschbereitschaft angeo rdnet.
An die sem Tage wu rden noch acht gefangene Italiener nach
Vigo geb racht. Diese hatten sich im Grenzgebiet im Urlaub befunden
und da sie des Krieges müde waren, verzichteten sie auf die
Flucht und ergaben sich den einma rschieren den Desterreic hern.
Die am 7. November anbefohlene M arsch bereitschaft wurde
schon am nächsten Tage wieder aufgehobe n und ang eord net, daß die
Standschützen die Stellungen auszuräumen hatt en. Diese Bef ehls 120