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Full text : Das Standschützen-Bataillon Dornbirn im Weltkriege

auf dem Taven to und war von Pont soni durch den gewaltigen
 L a r e s - Gletscher getrennt. Die Verbindung zwischen
den b eiden Stellungen war mittels einem mehr ere Kilometer lange n,
granats icheren (Eistunnel hergestellt , durch den der ganze Nachschub
besorgt werden mußte. Letztere A rbeit oblag der Besatzung von
Pont soni und war äußerst mühselig. Beim düsteren Lichte von
Sturmlaternen mußten die vers chied en sten L asten stundenlang durch
die Gänge im ewig en (Eis geschleppt werde n, umlauert von den
Gefahren der zahlre ich en Glets cherspal ten, die dem Unvorsichtigen
einen sc hrecklichen Tod verhießen. — Um den für die Tavento-Besatzung
 une ntbe hrlic hen Eisstollen stets passierbar zu halten,
waren ständig Arbeitspatrouillen tätig, die für Abfluß des Schmelzwas
 sers und Ueberbrückung der Spalten und Risse im (Eis zu sorgen
hatten.

Das einzig Gute in der neuen Stel lung bildete der Umstan d,
daß die durch Höhenzu lagen verbe sserte Verp fleg ung ausrei chend
war. Mit leerem Magen wäre übrigens das Verweilen in jenen
Regionen zur Unmöglichkeit geworden.

Die italien is che Artillerie ma chte sich täglich bemerkbar und
hauptsächlich war es die zwe ite Linie , die unter ihrer Tätigkeit
ständig zu leiden hatte. Die zunehmende Rührigkeit der feindlichen
Kanoniere führte zu dem Schluß, daß irgend ein Angriffsunterneh
 men in Vorbereitun g sei.

Am 18. Juli war das Konzert besonder s h eftig und vorne und
hinten Krachten Granaten und Schrap ne lls. Die Nacht verlief ruh ig,
doch war es nur die Stille vor dem Sturm. Kaum war der nächste
Morgen (19. Juli) angebrochen, als der Feind ein gewaltiges
Trommelfeuer aus allen Kalibern auf die Caventospitze l egte.
Nun war es klar, daß die dort in Stell ung befindliche hochgebirgs­Kompagnie
 vor schweren Stunden stand. Das Glück war auf Seite
des Feindes und schon nach wenig en Stunden g ehörte der Tavento
ihm. Eini gen Ueber leben öen gelang die Flucht nach Pont soni
und sie brachten böse Uach rich ten. Das Trommelfeuer hatte derart
verheere nd gewirk t, daß der größte Teil der Besatzung vernichtet
wurde und dem italienischen Infanterieangriff nicht mehr gewehrt
werd en Konnte .

Gegen Mitt ag bereitete die eigene Artillerie einen Gegenangriff
 vor, doch wurde die Ausführung desselben infolg e der
schlechten Erfolgsaussichten unterlassen. Die Artillerie trommelte
be ider seits wei ter. Plötz lich sauste ein Hagel von Granaten auf
p o n t s o n i nieder, der große Verwirrung brach te. Die Kompagnie
wurde alarmiert und erwartete gefechtsber eit öen vermuteten Angriff
 auf die eigene Stellung. Da, auf einmal ein ungeheurer Krach,
dem erregte Rufe nach der S anität folgten. — Der Unterstand, in
dem die Rechnungskanzlei untergebr acht war, hatte einen Volltreff
 er erhalten. Gberjäger Franz Lässer und Unterjäger 140
            
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