Huf dem gan zen Leidensweg gab es Begeg nungen mit uormarschierenden
italienischen Truppen, die siege strun ken in den Tag
hine i njauc hzten und ohne Unterlaß „6 u st r i a capu t!“ brüllten.
Tin Vergleich zwis chen den österreichischen und italienischen Soldaten
illustrierte mit furch tbarer Deu t lichkeit die Folgen des Wirtschaftskrieges
gegen die Wittelmächte. Die Ges ichter der Oesterreicher
waren überwiegend bleich und fahl und zeigten die verkörperte
Hungersnot, die U niformen waren abgetragen und zerfetzt , die
Pferde fpind eldürr e Kleppe r. Die Italiener dagegen waren gut
bekleidet, tadellos genähr t, die Pferd e Kugelrund und die Hutos
Loldatensritdhof in S piazzo
Photo: f. Decr, Dornbirn
in prächtigem Zustande. Bis zum Weißbluten bei Heer und
Hinterl and hatte Oes t erreich den Krieg g eführt und nun trotz übermenschlichen
Anstrengungen dieses Ende! — Es war zum verrückt
werden.
Nach anstrengendem Warsche erreichte bie Kompagnie nachts
Giustino, ein Klein es Bauernborf, und nächtigte dort in Uoßstäl
len. Die Nüchengsmeinschaft hatte aufgehört und jeder Kochte
auf eigene Faust, was ihm gerade zur Verfügung sta nd.
Hm 6. November mußte die Kompagnie zeitig aufbrech en
und marschierte über Spiazzo — Tione nach Breguzzo
bei B o n b o. Hlle Ortschaften trugen in den italienischen Farben
rei chen Flaggenschmuck und die Bevölkerun g schwelgte in einem
fa natis chen Freud entaume l. Die italienischen Soldaten waren im 152