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Full text : Das Standschützen-Bataillon Dornbirn im Weltkriege

Gegen Abend wurde IH oena err eicht und damit war der
e ige ntliche Aufmar sch für das Baon been det. Auf ca. 10 Kilometer
hatte man sich nun dem Feind genähert und dumpfe Donnerschläge
brach ten die ersten Frontgrüt ze.

Seit dem Kusmarsch in Dornb irn am 23. Mai hatte das
Baon bereits 1 Offizier, 1 Arzt und 186 Mann verlor en, weshalb
es mit einem Stand von 19 Offizieren, 1 Arzt *) und 405 Mann den
eigentlichen Frontdienst aufna hm. Auf diese Weise rächte sich die
unterlassene ärztliche Unte rsuchu ng in Boze n. Von den unterwegs
 Zurü ckge blieben en kam nur ein Bruchteil zur Wach- und
E rsatz abtei lung nach Dornb irn zurü ck, die übri gen erhielten im
Etappenraum leichtere Dienste. Einige we nige wurd en im Laufe
der nächsten Tage dem Baon na chgesch ickt.

Die Grte Eavalese, Predazzo und Moena hatten
schon im Fahre 1866 Landsleute beherbergt, als die ca. 140 Mann
starke Dornbirner L a n d e s s ch ü tz e n - K o m p a g n i e im Vere in
mit anderen Truppen die Tir oler Drenz e gegen die Daribaldiner
 vertei di gte.

Moena war vom Großteil sein er Bewohner fluchtartig verlassen
 und neben an deren Häusern bot auch der leerste hen de Pfarrhof
dem Dornbirner Baon angenehme Unterkunft. Vas Fehlen
von Stroh und Holzwolle verurteilte die Schütz en zwar zu hartem
Lager, doch war dieses wenigstens trocken und das Dach wasserdicht.

Der 27. Mai wurde dadur ch ausgef ül lt, daß das Baon Exerzierübungen
 machte und in der An lage von Feldbefestigungen unterrichtet
 wurd e. An di esem Tage gab es auch das erste Kommisbrot,
dos mit der Eßschale gefaß t wer den mußte und von einer Beschaffenheit
 war, daß halbweg s kultivierte Hühner die ses F utter sicher versc
 hmäht hätten.

*) Dr. Schwe ndi nger wurde bald darauf zu anderweitiger Verwendung
vom Baon abgezogen. 25
            
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